Die Absage von Roger Federer beim Rasenturnier im westfälischen Halle schlägt hohe Wellen.

Turnierdirektor Ralf Weber zeigte sich "überrascht, fassungslos und enttäuscht" und kündigte Konsequenzen für die kommenden Jahre an: "Wir werden an die anderen Topspieler Rafael Nadal und Novak Djokovic herantreten. Beide waren schon in Halle und haben keine Verträge in Queens. Ihr Management hat bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert."

Weber zeigte allerdings auch Verständnis für den kurzfristigen Rückzug seines Zugpferdes. "Roger will seinen Grand-Slam-Rekord verbessern und den 17. Titel gewinnen. Die Gerry Weber Open sind nicht Wimbledon", sagte Weber, der versicherte, dass eine Ausladung des Superstars im nächsten Jahr "nicht infrage kommt".

Federer habe für das einzige deutsche Rasenturnier das Meiste getan, insgesamt fünfmal in Ostwestfalen triumphiert. "Es ist doch klar: Je weiter er in Paris kommt, desto größer ist das Risiko, dass er in Halle nicht startet", sagte Weber, der die Möglichkeit einer Absage "völlig ausgeblendet" hatte.

Federer muss für seine späte Absage bei dem mit 750.000 Euro dotierten Turnier eine Geldstrafe an die Spielervereinigung ATP zahlen.

Im vergangenen Jahr hatte der ehemalige Weltranglistenerste, der noch am Sonntag im Finale der French Open gestanden und in vier Sätzen gegen den Spanier Nadal verloren hatte, einen Vertrag auf Lebenszeit mit den Organisatoren in Halle geschlossen. Geld bekommt er allerdings nicht pauschal ausbezahlt. "Wenn er nicht kommt, kriegt er auch nichts", sagte Weber.

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