Der Weltranglistenerste Roger Federer hat seinen Verfolger Novak Djokovic im Traumfinale von Cincinnati klar in die Schranken gewiesen und acht Tage vor Beginn der US Open ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt.
Der Schweizer bezwang den Serben 6:0, 7:6 (9:7) und gewann das mit 2,825 Millionen Dollar dotierte Tennis-Masters-Turnier schon zum fünften Mal nach 2005, 2007, 2009 und 2010. Damit führt der 31-Jährige die Rekord-Siegerliste der Hartplatz-Veranstaltung in Ohio nun alleine an.
"Auch wenn man wie ich gut in Form ist, geht man immer mit ein wenig Anspannung in diese großen Spiele. Ich hatte einen magischen Sommer, das werde ich noch ein wenig auskosten", sagte Federer, der neben dem Sieg in Wimbledon auch die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen hatte:
"Ich fühle mich gut für New York und freue mich darauf."
Er zog zudem mit seinem 21. Masters-Titel nicht nur mit dem derzeit verletzten Rekordhalter Rafael Nadal gleich, im 28. Vergleich mit Djokovic (nun 16 Siege für Federer) gelang ihm als erstem der beiden Superstars ein 6:0-Satzerfolg.
Für den ersten Durchgang benötigte die wie entfesselt aufspielende Nummer eins gerade mal 20 Minuten. Danach fand Djokovic zwar besser ins Spiel, konnte die vierte Niederlage in seinem vierten Finale in Cincinnati allerdings nicht verhindern. Federer verwandelte nach 80 Minuten seinen zweiten Matchball.
"Er hat sehr stark angefangen, und ich habe eine Menge Fehler gemacht. Im zweiten Satz hatte ich meine Chancen, aber ich habe sie nicht genutzt. Roger hat verdient gewonnen", sagte Djokovic, der im Tiebreak einen Satzball vergeben hatte.
Federer hatte sich im Halbfinale im Schweizer Duell gegen seinen Doppelpartner Stanislas Wawrinka 7:6 (7:4), 6:3 durchgesetzt. Djokovic revanchierte sich für die Niederlage im Spiel um die olympische Bronzemedaille und bezwang Juan Martin Del Potro (Argentinien) 6:3, 6:2.
