Der wegen angeblicher Spielmanipulation lebenslang gesperrte Ex-Tennisprofi Daniel Köllerer hat seine Doping-Beschuldigungen gegen Rafael Nadal etwas entschärft, aber an seinem Verdacht festgehalten.

Im Gespräch mit SPORT1.fm ruderte der Österreicher zunächst zurück: "In der Presse wird einiges, was man sagt, umformuliert und ergibt einen anderen Sinn. Ich habe nie gesagt, dass Nadal dopt."

Ein Interview mit der österreichischen Zeitung "Sportwoche" hatte hohe Wellen geschlagen. Nach seiner siebenmonatigen Verletzungspause gewann Nadal zehn von zwölf gespielten Turnieren 2013, das sei laut Köllerer "unmöglich."

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Seine grundsätzlichen Verdächtigungen in Richtung des 13-maligen Grand-Slam-Gewinners und des Verbandes ATP hielt er aufrecht.

"Der gewinnt in Paris so eindrucksvoll und kann zwei Wochen später nicht mehr gehen. Das kommt ja nicht von ungefähr. Dann kommt er nach sieben Monaten wie von einem Wunderheiler therapiert zurück. Das ist eigenartig", sagte Köllerer.

Er zog sogar einen Vergleich zum gefallenen Rad-Star Lance Armstrong.

"Sollte man Nadal rausnehmen, wäre es der Tod für das Tennis. Wenn man ihn überführen würde, wäre es genau wie im Radsport mit Armstrong. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Verletzungspausen vielleicht einen anderen Hintergrund haben", äußerte sich der 30-Jährige sehr nebulös:

"Ich bin nicht der einzige, der so denkt. Olivier Rochus sagte schon 2012 nach seinem Rücktritt, Nadal werde von der ATP geschützt."

Köllerer hätte bereits positive Rückmeldungen erhalten: "Für viele meiner ehemaligen Kollegen aus dem Tennis-Zirkus ist das suspekt. Viele haben sich per Telefon und Textnachricht bei mir gemeldet."

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