Philipp Petzschner wehrt sich im Bezug zu seiner angeblich verweigerten Unterschrift unter den NADA-Code: "Ich hätte und habe mich niemals geweigert, die Athletenvereinbarung der NADA zu unterschreiben", sagte der 25-jährige Bayreuther im Gespräch vor seinem Zweitrunden-Match in Indian Wells gegen Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber: "Alles geschah in einvernehmlicher Absprache mit dem Deutschen Tennis Bund."
Im Oktober 2009, so Petzschner, sei es im Dialog mit dem DTB um die Athletenvereinbarung gegangen: "Da stand ich auf Platz 100 in der Welt und war gar kein Thema für den A-Kader. Deshalb habe ich nach Rücksprache mit dem DTB nicht unterschrieben." Es sei "eine Farce, dass der Präsident und der Sportdirektor jetzt behaupten, nichts von dem gewusst zu haben, was im Oktober besprochen wurde".
DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard weist die Vorwürfe entschieden zurück. "Philipp Petzschner war im Gegensatz zu Michael Berrer, der die NADA-Unterlagen in der Tat nicht bekommen hat, immer ein potenzieller Kandidat für das Davis-Cup-Team und gehört deshalb aus Sicht des Verbandes auch zum A-Kader", sagte Eberhard.
Petzschner selber habe darum gebeten, aus dem A-Kader gestrichen zu werden, weil er sich in diesem Jahr auf die ATP Tour konzentrieren wolle: "Dennoch gehe ich davon aus, dass ihm das NADA-Schriftstück zur Unterschrift vorlag."
