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Andrea Petkovic (l.) ist erstmals die Nummer Eins im deutschen Damenteam © imago

Die Nordhornerin eröffnet gegen Tschechiens Nummer Eins das Fed-Cup-Duell. Petkovic will jeden Moment "genießen".

Brünn/Frankfurt - Nach der Auslosung im Rathaus von Brünn waren die Rollen für den Angriff auf das Halbfinale klar verteilt:

Routinier Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) will Debütantin Andrea Petkovic mit einem Vorsprung im Rücken in ihr erstes Fed-Cup-Match als Deutschlands Nummer eins schicken und so ein wenig den Druck von der Darmstädterin nehmen.

Grönefeld bestreitet bei der Erstrunden-Begegnung der Weltgruppe in Tschechien das Eröffnungs-Einzel gegen Lucie Safarova (ab 13 Uhr LIVESCORES).

Danach kommt die 22-jährige Petkovic gegen Petra Kvitova zu ihrem Einzel-Debüt in der DTB-Equipe. "Ich will jeden einzelnen Moment genießen. Die Nervosität wird sicherlich eine andere sein als sonst. Aber dafür ist sie vielleicht auch angenehmer", erklärte Petkovic.

Rittner zuversichtlich

Die vielseitige Politik-Studentin, Nummer 49 der Weltrangliste, gilt nach der Absage von Sabine Lisicki (Berlin) als Hoffnungsträgerin. (Datencenter: Die WTA-Weltrangliste)

Auch Teamchefin Barbara Rittner war mit der Auslosung zufrieden und traut ihrer jungen Truppe den ersten Halbfinal-Einzug seit 1995 durchaus zu:

"Wenn wir mit unserem Teamgeist bis an die Grenzen gehen, können wir es schaffen. Irgendwann will ich in einem Fed-Cup-Halbfinale oder -Endspiel stehen."

Barrois/Malek auf schnellem Boden

Am Sonntag um 12 Uhr gehen dann zunächst Petkovic und die Weltranglisten-46. Safarova auf den Platz, ehe Grönefeld (66.) und Kvitova (68.) das vierte Einzel bestreiten.

Für das abschließende Doppel auf dem schnellen Hallenboden im Exhibition Center nominierte Rittner Kristina Barrois/Tatjana Malek (Stuttgart/Bad Saulgau), die gegen Lucie Hradecka/Kveta Peschke spielen sollen.

Die Besetzungen können aber kurzfristig noch geändert werden. Beim wichtigen Sieg in der Schweiz (3:2) im vergangenen Jahr hatte das Gespann Grönefeld/Malek den entscheidenden Punkt geholt.

Lisicki sagt Turnier ab

Deutschlands Spitzenspielerin Lisicki hatte ihre Teilnahme abgesagt, weil ihr die Erstrunden-Partie nicht in den Turnierplan passte.

Der Sieger des Duells trifft im Halbfinale im April auf die Ukraine oder Titelverteidiger Italien. In beiden Fällen hätte das Rittner-Team Heimrecht.

Deutschland und Tschechien standen sich in der Geschichte des Fed Cups bislang fünfmal gegenüber.

Graf/Kohde-Kilsch holten einzigen Sieg

Den bis dato einzigen Sieg gab es im Rahmen der Endrunde 1987 in Vancouver, als Steffi Graf und Claudia Kohde-Kilsch mit einem Finalerfolg gegen die USA den Pokal erstmals nach Deutschland holten.

Beim letzten Vergleich 1997 in Mannheim hatte die DTB-Equipe gegen Tschechien mit 2:3 den Kürzeren gezogen.

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