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Andrea Petkovic gewann ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour 2009 in Bad Gastein © getty

Bei Petkovic "verschwimmen Träume und Ziele". Nun kämpft sie im Fed Cup um den Aufstieg - und die Erinnerung an "eine Woche Depression".

Maribor/Frankfurt - Weil im Leben von Andrea Petkovic ein großer Traum wahr geworden ist, hat sich für Deutschlands beste Tennisspielerin auch außerhalb des Courts einiges verändert.

"Die Leute erkennen mich häufiger. Die Anfragen sind drastisch in die Höhe geschnellt. Ich kann mich aber noch ganz normal bewegen", sagte Petkovic vor ihrem Einsatz im Fed Cup am Wochenende in Maribor gegen Slowenien.

In Melbourne war das nach ihrem überraschenden Viertelfinal-Einzug bei den Australian Open nicht mehr der Fall. "Dort konnte ich kaum auf die Straße gehen, ohne angehalten zu werden", berichtete die 23-Jährige. (DATENCENTER: Die Australian Open)

Petkovic lässt die Seele baumeln

Nach der Rückkehr aus Down Under Ende der vergangenen Woche ließ sie zuhause in Darmstadt die Seele baumeln.

Petkovic: "Ich habe mich vor allem ausgeruht, gegen den Jetlag gekämpft und das selbstgekochte Essen meiner Mutter genossen." (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Die großen Bühnen eines Grand-Slam-Turniers waren für Petkovic bis vor kurzem immer nur Träume. "Seit neuestem", sagt die Hessin, "verschwimmen Träume und Ziele ineinander."

"Ich hatte total versagt"

Am Samstag und Sonntag wird die Anspannung bei Petkovic im Erstrundenspiel der Weltgruppe II in Maribor gegen Slowenien wieder ähnlich groß sein wie in Melbourne.

"Ich glaube, dass der Druck im Fed Cup nur noch mit dem in den Endphasen eines Grand-Slam-Tunriers zu vergleichen ist."

Petkovic weiß davon ein (Klage-)Lied zu singen. Bei ihrem Debüt vor genau einem Jahr in Tschechien verlor sie beide Einzel. "Ich hatte total versagt und war eine Woche lang in einer Depression."

Auch Görges spielt Einzel

Doch Petkovic macht dieselben Fehler selten zweimal und lernt schnell. "Sie ist nach bitteren Niederlagen immer stark zurückgekommen. Das zeichnet sie aus", sagt Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner über ihre Topspielerin, die neben Julia Görges (Bad Oldesloe/WTA-Rang 34) die Einzel bestreitet.

Zudem gehören Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) und Tatjana Malek (Bad Saulgau) dem Team an. (DATENCENTER: Die WTA-Weltrangliste)

Deutschland war 2010 durch eine Playoff-Niederlage gegen Frankreich (2:3) aus der ersten Liga abgestiegen.

Petkovic träumt vom Fed-Cup-Sieg

Im Fall eines Sieges gegen Slowenien würde die Rittner-Equipe im April um die Rückkehr in die Weltgruppe I spielen.

Petkovic jedenfalls hat mit der DTB-Mannschaft noch große Ziele. "Langfristig gesehen bin ich überzeugt, dass wir die Chance haben, den gesamten Wettbewerb zu gewinnen", meinte die Nummer 24 der Welt.

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