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Barbara Rittner ist seit Januar 2005 Sportdirektorin des deutschen Fed-Cup-Teams © getty

Für das anstehende Fed-Cup-Match gegen die Schweiz in der Schweiz erwartet Teamchefin Barbara Rittner eine recht offene Partie.

München - Barbara Rittner bleibt ganz realistisch. "Wir gehören nicht in die Weltgruppe I, sonst hätten wir uns da längst festgebissen", sagt die Fed-Cup-Teamchefin - lässt sich aber nicht davon abhalten, mit ihren Spielerinnen wieder mal den Aufstieg anzupeilen.

"Natürlich muss es unser Ziel sein, hier zu gewinnen. Ich glaube, es ist eine recht offene Partie", meint Rittner vor dem Erstrundenmatch der zweiten Klasse am Samstag und Sonntag in Zürich gegen die Schweiz.

Bei einem Sieg spielen Anna-Lena Grönefeld und Co. im April um den Aufstieg, bei einer Niederlage droht sogar der Abstieg in die Euro-Afrika-Zone.

Grönefeld im Dauereinsatz

Seit 2004 fährt der zweimalige Fed-Cup-Sieger Deutschland in diesem Fahrstuhl zwischen Auf- und Abstieg rauf und runter, deshalb wäre nach dem 2:3 in Argentinien und dem damit verbundendem Abstieg im April 2008 gegen die Schweizerinnen eigentlich wieder ein Sieg an der Reihe.

Doch die Schweiz bietet in der Saalsporthalle immerhin die Weltranglisten-16. (Zur WTA-Rangliste) Patty Schnyder auf, und man müsse davon ausgehen, dass sie für "für zwei Punkte gut ist", so Rittner.

Auftaktmatch Für Grönefeld

Anna-Lena Grönefeld wird als Erste für die deutschen Tennis-Damen aufschlagen. Die Nordhornerin trifft zunächst Patty Schnyder. Im zweiten Einzel des Tages trifft Sabine Lisicki auf Timea Bacsinszky.

Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner blickt verhalten optimistisch auf das Auftaktmatch: "Anna-Lena ist gegen Patty Schnyder natürlich Außenseiterin. Sie hat aber durchaus Chancen auf den Sieg, schließlich kennt sie Patty als Doppelpartnerin gut."

Lisicki, derzeit als 62. der Weltrangliste beste Deutsche, sieht Rittner mit leichten Vorteilen gegenüber ihrer zwei Plätze besser notierten Gegnerin: "Aufgrund ihrer Trainingsleistungen ist Sabine für mich in der Favoritenrolle."

Am Sonntag eröffnet Lisicki um 12.00 Uhr gegen Schnyder, anschließend muss sich Grönefeld gegen Bacsinszky beweisen. Für das Doppel nominierte Rittner zunächst Kristina Barrois und Tatjana Malek , die es mit Schnyder und Bacsinszky zu tun bekommen.

Auch Malek ist fit

Seit Montag ist das Quartett, das in der Trainingsarbeit auch von Grönefelds Coach Dirk Dier begleitet wird, in Zürich. Jeden Tag wird trainiert, alle sind fit. (Weitere Tennis-News)

Auch Tatjana Malek, die im Frühjahr 2008 eine lebensgefährliche Lungenembolie nach einer Thrombose erlitten hatte. "Meine gesundheitlichen Probleme sind ausgestanden", sagt die 21-Jährige. 2007 hatte sie beim 3:2 gegen Japan mit zwei Einzelsiegen und dem Doppelerfolg an der Seite von Grönefeld den Aufstieg in die Weltgruppe I praktisch im Alleingang gesichert.

Elitärer Kreis

Dass es für die Deutschen keinen dauerhaften Platz im Kreis der Besten wie Russland oder USA gibt, liegt wohl auch daran, dass dieser sehr elitär ist. Im Gegensatz zum Davis Cup, wo jedes Jahr 16 Teams in die Weltgruppe starten, spielen beim Fed Cup nur acht Mannschaften um die Trophäe.

Die Kürzung wurde vor vier Jahren durchgesetzt, nachdem sich der ausrichtende Weltverband ITF und die WTA-Tour nicht mehr auf ausreichend Spieltermine einigen konnten.

"Meine Spielerinnen würde alle in die Hände klatschen, wenn sie einmal mehr im Jahr Fed Cup spielen dürften", sagt Barbara Rittner. So muss sie aber hoffen, ihre Schützlinge im April wenigstens zum Aufstiegsmatch wieder zusammentrommeln zu dürfen.

Ob dann allerdings wieder das Quartett von Zürich auf dem Platz stehen wird, ist in jedem Falle offen: "Ich hatte schon diesmal die Qual der Wahl. Es stehen noch mehrere Spielerinnen parat, und das ist doch insgesamt ein positives Zeichen."

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