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Sabine Lisicki war im Oktober 2008 erstmals unter den Top 50 der Welt geführt © getty

Lisicki besiegt Bacsinszky souverän und gleicht die Fed-Cup-Begegnung gegen die Schweiz aus. Grönefeld verliert und wütet.

Zürich - Selbstbewusst und ohne einen Anflug von Nervosität hat Sabine Lisicki die deutschen Tennisfrauen beim Fed Cup in der Schweiz im Spiel gehalten.

Die 19-Jährige aus Berlin setzte sich mit 6:0 und 6:4 gegen Timea Bacsinszky durch und glich damit nach der 6:7 (0:7), 3:6-Niederlage von Anna-Lena Grönefeld gegen Patty Schnyder zum 1:1 aus.

Die Entscheidung im Erstrundenmatch der Weltgruppe II in Zürich fällt am Sonntag, wenn sich im Spitzeneinzel Lisicki und die Weltranglisten-16. Schnyder (Zur WTA-Rangliste) sowie Grönefeld und Bacsinszky gegenüberstehen. Zum Abschluss steht das Doppel auf dem Programm.

Verlierer muss in die Euro-Afrika-Zone

Der Sieger des Duells vom Wochenende spielt Ende April um den Aufstieg in die Weltgruppe I der acht besten Teams, der Verlierer muss gegen den Abstieg in die Euro-Afrika-Zone kämpfen.

Im vergangenen Jahr war die deutsche Mannschaft von Kapitän Barbara Rittner nach einem 2:3 gegen Argentinien aus der Erstklassigkeit abgestiegen, zum dritten Mal seit 2004.

Damals war Anna-Lena Grönefeld nicht dabei, bei ihrer Rückkehr in das Fed-Cup-Team blieb ihr nun erstmal nur Frust.

Schläger bekommt die Wut ab

"Im Tiebreak sind meine Bälle gleich fünfmal knapp ins Aus gegangen, da habe ich ein bisschen den Faden verloren", sagte die Nordhornerin.

Dabei war sie offensiv und mutig ins Spiel gegangen und wollte Schnyder bewusst unter Druck setzen, doch zu oft landeten die kraftvollen Grundlinienschläge im Aus - und der Schläger schließlich aus Wut auf dem Boden.

Und während die frühere deutsche Nummer eins gegen ihre Doppelpartnerin auf der WTA-Tour letztlich keine echte Chance hatte, erhielt Lisicki zwischenzeitlich sogar Szenenapplaus von den nicht mal 1000 Zuschauern in der spärlich gefüllten Saalsporthalle.

Gegen Schnyder nur Außenseiterin

"Sabine schafft das", hatte Grönefeld schon vor dem zweiten Einzel gesagt. Und in leuchtend gelbem Top mit "Germany"-Aufschrift gelang Lisicki mit einem Break im ersten Spiel der ideale Start.

Der ebenfalls erst 19 Jahre alten Bacsinszky war die Pause nach einer Entzündung im Knie zudem deutlich anzumerken und so blieb das Teenagerduell weitgehend eine einseitige Angelegenheit.

Ins Spitzeneinzel am Sonntag gegen Schnyder geht Lisicki dennoch nur als Außenseiterin.

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