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Kerber verlor mit dem Fed-Cup-Team 2012 gegen Tschechien und Australien © getty

Das deutsche Fed-Cup-Team bangt noch um den Einsatz seiner Spitzenspielerin. Die der Französinnen feiert ihr Comeback.

Paris - Schlechte Nachrichten für die deutsche Fed-Cup-Mannschaft und Teamchefin Barbara Rittner:

Der Einsatz der Weltranglistensechsten Angelique Kerber ist nach wie vor fraglich, zudem wird Gastgeber Frankreich im Erstrundenspiel der Weltgruppe II in Limoges am 9./10. Februar 2013 mit seiner Spitzenspielerin Marion Bartoli antreten.

Die Weltranglistenzehnte, seit 2007 französische Nummer eins, gab nach einer Aussprache mit der neuen Teamchefin Amelie Mauresmo die Zusage für ihr Fed-Cup-Comeback nach neun Jahren Pause.

Entscheidung erst am Freitag

"Bei Angie wird es eng", sagte Rittner: "Sie versucht zwar alles, weil sie unbedingt dabei sein will, aber man kann zum jetzigen Zeitpunkt keine verlässliche Prognose abgeben." Die endgültige Entscheidung über den Einsatz der 25-Jährigen aus Kiel, die an einer Überlastung der unteren Wirbelsäule und der Bandscheibe leidet, fällt am Freitag.

Die Nominierung von Marion Bartoli hat Rittner derweil nicht sonderlich überrascht. "Die Karten sind halt jetzt neu gemischt, es wird dadurch nicht einfacher für uns", sagte die Teamchefin: "Jedes Match wird offen sein, warten wir es einfach ab."

Streit um Bartolis Vater

Bartoli hatte wegen Streitigkeiten mit dem französischen Verband seit 2004 nicht mehr im Fed Cup gespielt. Sie wollte ihren Vater und Trainer Walter zu den Fed-Cup-Begegnungen mitnehmen, was der Verband nach wie vor ablehnt.

"Ich kann bestätigen, dass Marions Vater in Limoges nicht dabei sein wird", sagte Mauresmo: "Familie und Freunde dürfen frühestens am Donnerstagabend anreisen, um die Spielerinnen zu unterstützen. Damit ist auch Marion einverstanden."

Zwei Siege für den Aufstieg

Deutschland muss das Duell mit Frankreich und eine weitere Begegnung gewinnen, um in die Weltgruppe I der besten acht Teams zurückzukehren. Rittner hat neben Kerber noch Julia Görges (WTA 19), Sabine Lisicki (WTA 52) und Doppelspezialistin Anna-Lena Grönefeld nominiert.

Andrea Petkovic steht wegen ihrer Knieprobleme nicht zur Verfügung, Mona Barthel (WTA 45) verzichtet zugunsten ihrer Einzel-Karriere auf die Fed-Cup-Teilnahme. Sollte Kerber ausfallen, wäre Annika Beck (WTA 68) die nächste deutsche Spielerin in der Rangliste.

Für Frankreich werden aller Voraussicht nach Bartoli und die Weltranglisten-35. Alize Cornet die Einzel spielen. Zum Kader dürften außerdem Pauline Parmentier (WTA 74) und Kristina Mladenovic (WTA 87) gehören.