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Die deutschen Tennis-Damen warten seit 21 Jahren auf den Fed-Cud-Titel © getty

Basketball-Star Nowitzki freut sich für die starken Mädels nach deren Aufstiegscoup gegen Serbien. Rittner spuckt große Töne.

Stuttgart - Nachdem sogar Basketball-Star Dirk Nowitzki seinen "starken Mädels" zum Wiederaufstieg gratuliert hatte, stimmte sich die Fed-Cup-Mannschaft mit einer Schlacht am Buffett auf eine rosige Zukunft ein.

"Unser Ziel ist dann das Halbfinale. Im nächsten Jahr greifen wir an", sagte Teamchefin Barbara Rittner nur Stunden nach dem 3:2-Zittersieg im Playoff-Duell mit Vorjahresfinalist Serbien in Stuttgart (Bericht).

Kurz vor ihrem 40. Geburtstag am Donnerstag war die Cheftrainerin schon in Feierlaune - und nahm sogar die Kehrseite der Medaille mit Humor. "Ich lasse mich gerne von denen beschimpfen, die ich beim nächsten Mal nicht berufen kann", erklärte Rittner mit Blick auf das vermeintliche Luxusproblem.

Qual der Wahl

Bei der Nominierung für das Erstrundenmatch der Weltgruppe I im Februar 2014 könnte die einstige Weltklassespielerin die Qual der Wahl haben. Sieben Profis werden sich wohl um die vier zu vergebenden Plätze bewerben.

"Wir haben zum ersten Mal die Situation, dass alle Erfahrung gesammelt haben", meinte Rittner: "Das war in den letzten Jahren noch nie so. Wir haben einen Reifeprozess hinter uns."

Barthel wird forsch

Das trifft besonders auf Debütantin Mona Barthel zu. Seit dem erfolgreichen Schlussspurt von Stuttgart steht die Weltranglisten-28. ganz oben auf der Auswahlliste.

Bezeichnend, dass die ansonsten so introvertierte Barthel nach dem Erfolg in die Offensive ging. "Wir sind jetzt in der Weltgruppe I. Und da gehören wir auch hin", sagte die 22-Jährige, die ihren Anteil am fünften Wiederaufstieg seit 2005 hatte.

Nach ihrer Niederlage im ersten Einzel hielt die deutsche Nummer zwei das DTB-Quartett mit ihrem Dreisatzerfolg gegen Bojana Jovanovski zum 2:2-Zwischenstand im Rennen. Und die nervenstarke Barthel scheint auf den Geschmack gekommen zu sein.

"Das war eine unglaubliche Erfahrung, ich werde viel Positives mitnehmen. Im Team erlebt man ganz andere Emotionen", meinte die Paris-Siegerin, die wie Spitzenspielerin Angelique Kerber ein Match gewann und eines verlor.

Doppel bringt die Entscheidung

Dass ausgerechnet das Doppel mit Sabine Lisicki und Anna-Lena Grönefeld für die Entscheidung sorgte, passte ins Bild. "Wir haben als Team gewonnen. Das macht mich glücklich und stolz, denn wir bluffen nicht", erklärte Rittner und betonte, dass der tolle Zusammenhalt künftig "den entscheidenden Unterschied" ausmachen könne.

Der große Traum der 39-Jährigen ist und bleibt der Titel.

Auch DTB-Präsident Karl Altenburg war beeindruckt von der Mannschaft, die diesmal auf die angeschlagenen Julia Görges und Andrea Petkovic verzichten musste. Außerdem ist Annika Beck, Siegerin des French-Open-Juniorenturniers 2012, stets eine Kandidatin für Rittner.

Frauen Vorbild für Männer

"Wir haben ein super Frauen-Team, das weiter auf dem Vormarsch ist." Der Verbandsboss machte keinen Hehl daraus, dass die Damen in punkto Förderung ein Vorbild für die Männer sind. Man müsse auch im männlichen Bereich "diesen Weg gehen und in den Nachwuchs investieren."

Erleichert nahm Rittner auch zur Kenntnis, dass Kerber die Rolle als Führungsspielerin gut ausfüllte. "Das war eine tierisch wichtige Woche für Angie. Sie hat Verantwortung übernommen, das wird sie stärken", sagte die Teamchefin über die Weltranglistensechste und schwärmte von ihrer Auswahl: "Alle haben ihr bestes Tennis noch vor sich."

Letzter Titel 1992

Zuletzt stand die deutsche Mannschaft 1995 im Halbfinale, nachdem sie 1987 und 1992 den Titel geholte hatte. Wer im Match um den Sprung in die Runde der letzten Vier im Februar 2014 der Gegner sein wird, entscheidet sich bei der Auslosung am 10. Juli in Paris.

Dirk Nowitzki jedenfalls zog jetzt schon einmal den Hut vor den Aufsteigerinnen: "Stark, Mädels", twitterte der Star der Dallas Mavericks.

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