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Duch ihren Sieg in Charleston kletterte Sabine Lisicki auf Platz 43 der Weltrangliste © imago

Sabine Lisicki muss zum Auftakt des Fed-Cup-Aufstiegsplayoffs gegen Chinas Beste ran. Im Doppel gibt es eine Überraschung.

Frankfurt/Main - Mit einem Geschenk der besonderen Art will Sabine Lisicki am Samstag den Grundstein für die Rückkehr der deutschen Fed-Cup-Mannschaft in die Weltgruppe I legen.

Sechs Tag nach ihrem sensationellen Turniersieg in Charleston bestreitet die neue Hoffnungsträgerin das Eröffungseinzel im Playoff-Duell mit China in Frankfurt gegen Zheng Jie - und will Teamchefin Barbara Rittner zu deren 36. Geburtstag unbedingt mit einem Sieg beschenken.

"Ich fühle mich gut und freue mich, für Deutschland zu spielen. Allerdings merke ich die Zeitverschiebung von sechs Stunden noch, nachdem ich erst am Mittwoch aus Amerika angekommen bin", erklärte die Weltranglisten-43. vor der Partie gegen die letztjährige Wimbledon-Halbfinalistin Zheng Jie am Samstag (12 Uhr).

Grönefeld zuversichtlich

Beide haben noch nie gegeneinander gespielt. "Sabine ist eine junge Spielerin, die sehr aggressiv spielt. Sie ist sehr gefährlich", warnte Zheng (Weltranglisten-16.). ("Sabine ist eine Rampensau")

Im Anschluss an den ersten Heimauftritt von Lisicki im Fed Cup stehen sich in der zweiten Partie dann die Weltranglisten-57. Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) und Peng Shuai (Position 33) gegenüber.

Im direkten Vergleich führt Grönefeld gegen die vorhandstarke Chinesin mit 2:0 und ist auch deshalb optimistisch.

Barrois/Malek im Doppel

"Ich habe gut Chancen und ein gutes Gefühl. Sand liegt mir eben", meinte Grönefeld, die als deutsche Nummer eins ins Rennen geht, obwohl sie in der aktuellen Weltrangliste hinter Lisicki steht.

Der Grund: Am Tag der offiziellen Nominierung war die 22-jährige Grönefeld noch vor der Charleston-Siegerin platziert. Am Sonntag spielen zunächst Grönefeld und Zheng Jie gegeneinander, ehe Lisicki und Peng Shuai das vierte Einzel bestreiten.

Für das Doppel nominierte Rittner die Deutsche Meisterin Kristina Barrois (Stuttgart) und Tatjana Malek (Bad Saulgau). Die Gäste stellten Lu Jing Jing und Sun Tian Tian auf.

Sonderstellung für Lisicki

Rittner ("Am schönsten wäre eine 2:0-Führung nach dem ersten Tag") beschwor indes noch einmal den Teamgeist von Zürich. (Lieber Teamparty als Geburtstagsfeier)

Im Februar hatte sich die DTB-Equipe, die sich am Freitagabend mit italienischem Essen auf die Asiatinnen einstimmte, durch einen 3:2-Erfolg in der Schweiz die Chancen auf die Rückkehr in die Eliteliga der besten acht Mannschaften erspielt.

"Es ist unsere große Stärke, dass wir als Team dastehen", betonte die Leverkusenerin, die Lisicki keine Ausnahmestellung einräumt. Rittner: "Natürlich gibt der Erfolg von Sabine den anderen Mädels einen Schub, aber wir sind eine Mannschaft. Jeder ist wichtig." (Lisickis Freudensprünge in eine große Zukunft)

2006 klar verloren

Zuletzt hatten sich beide Teams in den Playoffs 2006 gegenübergestanden. In Peking gewannen damals die Gastgeberinnen klar mit 4:1.

Der Gewinner des Vergleichs in Frankfurt wird 2010 in der Weltgruppe I antreten, der Verlierer muss im nächsten Jahr in der Weltgruppe II spielen.

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