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Sabine Lisicki feierte vor sechs Tagen in Charleston ihren ersten Turniersieg © getty

Sabine Lisicki zeigt bei ihrem Heimdebüt Nerven, aber auch Kämpferherz. Auch Grönefeld siegt in einer spannenden Partie.

Frankfurt/Main - Das deutsche Fed-Cup-Team benötigt nur noch einen Sieg zur Rückkehr in die Tennis-Weltgruppe I:

Sabine Lisicki und Anna-Lena Grönefeld erfüllten Teamchefin Barbara Rittner den größten Geburtstagswunsch und brachten die Gastgeberinnen am ersten Tag des Play-off-Duells gegen China in Frankfurt/Main mit 2:0 in Führung.

Damit fehlt dem DTB-Team am Sonntag in drei Begegnungen nur noch ein Punkt, um nach dem Abstieg 2008 wieder zu den besten acht Mannschaften der Welt zu gehören.

"Besser geht es kaum mehr. Unsere Chancen auf einen Sieg stehen bei 60:40, vielleicht sogar bei 70:30. Aber die Führung ist auch gefährlich", mahnte Rittner, die zum 36. Geburtstag noch auf dem Platz von ihren Spielerinnen einen Kuchen überreicht bekam.

Enge Partien

Sechs Tage nach ihrem überraschenden Turniersieg in Charleston (Lisickis Freudensprünge in eine große Zukunft) bezwang Sabine Lisicki zunächst die Weltranglisten-16. Zheng Jie nach hartem Kampf mit 6:4, 2:6, 6:4.

Im Anschluss siegte Grönefeld gegen Chinas Nummer zwei Peng Shuai ebenfalls in drei Sätzen 4:6, 6:4, 6:2.

Nach einer Berg- und Talfahrt verwandelte Grönefeld nach 133 Minuten ihren ersten Matchball.

Lisicki mit Kämpferherz

Zuvor hatte Lisicki, die wegen eines umgeleiteten Fluges erst am Mittwoch zur Mannschaft gestoßen war, bei ihrem Heimdebüt im Fed Cup ihr großes Kämpferherz gezeigt.

"Ich habe die wichtigen Punkte gemacht, obwohl mir die Zeitumstellung noch zu schaffen gemacht hat", erklärte die Weltranglisten-43., die sich gegen die letztjährige Wimbledon-Halbfinalistin Zheng Jie ungewohnte Schwächen beim Aufschlag leistete.

"Habe an Charleston angeknüpft"

Obwohl sie drei Breakbälle im dritten Satz nicht zum möglichen 4:1 nutzen konnte, nahm Lisicki ihrer Gegnerin den Aufschlag zur eigenen 5:4-Führung ab und brachte anschließend ihr Service durch.

Erleichtert fiel die mit einem knallgelben "Germany"-Shirt bekleidete Berlinerin Bundestrainerin Rittner in die Arme.

"Ich habe recht gut an meine Leistung in Charleston angeknüpft. Die Umstellung von grüner auf die rote Asche ist mir gut gelungen", sagte Lisicki.

Für die 19-Jährige war es der vierte Sieg im siebten Einsatz im Fed Cup.

Lisicki und Grönefeld am Sonntag im Einsatz

Am Sonntag ab 11.00 Uhr spielt zunächst Grönefeld gegen Zheng Jie, danach stehen sich Lisicki und Peng Shuai gegenüber.

Die 23-jährige Grönefeld war als deutsche Nummer eins ins Rennen gegangen, da sie zum Zeitpunkt der offiziellen Nominierung in der Weltrangliste noch vor Lisicki platziert war.

Für das abschließende Doppel am Sonntag hatte Rittner Tatjana Malek und die Deutsche Meisterin Kristina Barrois aufgestellt.

Allerdings kann nach den beiden Einzeln am Sonntag noch umgestellt werden.

Weltgruppe I winkt

Zuletzt hatten sich Deutschland und China in den Play-offs 2006 gegenübergestanden. In Peking gewannen damals die Gastgeberinnen 4:1.

Der Gewinner des Vergleichs in Frankfurt wird 2010 in der Weltgruppe I antreten, der Verlierer muss in der Weltgruppe II spielen. Vor einem Jahr war das DTB-Team durch ein 2:3 in Argentinien aus der "ersten Liga" abgestiegen.

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