Andrea Petkovic hat dem Druck standgehalten und das deutsche Fed-Cup-Team im Playoff-Spiel um den Aufstieg in die Weltgruppe gegen die USA in Stuttgart mit 1:0 in Führung gebracht.

Die 19. der Weltranglisten aus Darmstadt besiegte die amerikanische Nummer zwei Christina McHale in 1:35 Stunden mit 6:3, 6:4.

Im Anschluss daran hatte Julia Görges (Bad Oldesloe) die Chance, mit einem Sieg gegen die einstige US-Open-Viertelfinalistin Melanie Oudin für eine Vorentscheidung gegen den Rekordsieger zu sorgen.

Vor rund 2500 Zuschauern fand Petkovic, die mit ihrer Halbfinalteilnahme in Miami vor zwei Wochen einen kleinen Hype ausgelöst hatte, zunächst keinen Rhythmus. Die 23-Jährige kassierte ein Break zum 1:2, wirkte ungeduldig und hatte Probleme mit der Rückhand.

Doch Deutschlands Nummer eins fing sich und nahm der erst 18-jährigen McHale (WTA: 82) den Aufschlag zum 5:3 ab. Nach 43 Minuten verwandelte Petkovic ihren ersten Satzball und ballte erleichtert die Faust.

Nach dem Medien-Rummel der vergangenen Tage wurde die Hessin im zweiten Durchgang ihrer Favoritenrolle dann vollends gerecht und zog schnell auf 4:0 davon.

Am Sonntag (ab 11.30) spielt auf dem Hallen-Sandplatz zunächst Petkovic gegen Oudin, danach Görges gegen McHale, die zuletzt mit ihrem Viertelfinaleinzug in Charleston auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Für das möglicherweise entscheidende abschließende Doppel hatte Teamchefin Barbara Rittner das Duo Anna-Lena Grönefeld/Sabine Lisicki (Nordhorn/Berlin) nominiert. Für die USA wurden Liezel Huber, die Platz drei in der Doppel-Weltrangliste einnimmt, und Vania King aufgestellt.

US-Teamkapitän Mary Joe Fernandez muss in Stuttgart auf ihre drei besten Spielerinnen verzichten. Während der Ausfall der früheren Weltranglistenersten Serena Williams nach einer Lungenembolie bereits seit Wochen feststand, hatten in den vergangenen Tagen auch Venus Williams und Bethanie Mattek-Sands (beide Hüftverletzung) abgesagt. Zumindest Venus Williams saß als Glücksbringer in der US-Box.

Das DTB-Quartett will nach drei Abstiegen in den vergangenen fünf Jahren den Ruf als Fahrstuhl-Mannschaft ablegen. Steffi Graf und Co. hatten den Titel 1987 und 1992 gewonnen.

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