Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner glaubt an eine goldene Zukunft im Frauentennis.

"Ich halte es für denkbar, dass wir in ein, zwei Jahren in der Weltrangliste vier Spielerinnen unter den Top 15 haben werden", sagte die 39-Jährige am Rande des WTA-Masters in Istanbul, bei dem Angelique Kerber am Start ist. Die Weltranglistenfünfte aus Kiel hatte sich als erste Deutsche nach Anke Huber 2001 für das Saisonabschlussturnier der besten acht Spielerinnen qualifiziert.

Trotz des riesigen Potenzials hat Rittner großen Respekt vor dem Spiel ihres Teams in der Weltgruppe II gegen Gastgeber Frankreich in Limoges Anfang Februar 2013. "Das wird eine Riesenaufgabe. Das ist wirklich ein denkbar unglückliches Los. Aber wir wollen auf jeden Fall zurück in die Weltgruppe I", sagte Rittner.

Sollte das DTB-Quartett gegen die Französinnen gewinnen, bräuchte es noch einen weiteren Sieg in der folgenden Playoff-Partie, um wieder in die Eliteliga aufzusteigen. Mittelfristig sei der Titel das Ziel, meinte die Teamchefin, die erst Anfang der Woche ihren Vertrag bis 2015 verlängert hatte.

Erleichtert ist Rittner über das geglückte Comeback von Andrea Petkovic nach zwei schweren Verletzungen und insgesamt sieben Monaten Pause in dieser Saison. Die Darmstädterin, frühere Nummer neun des Rankings, hatte in der vergangenen Woche das Halbfinale des Turniers in Luxemburg erreicht.

"Für Petko war es ein Seuchendrama-Jahr. Aber man hat in Luxemburg gesehen, dass sie wieder den Glauben an sich hat. Da war wieder die alte Euphorie", sagte Rittner, in deren Team Petkovic ein fester Bestandteil ist: "Wir brauchen sie als Charakter, um das zu erreichen, was wir vorhaben."

Begeistert ist Rittner von ihrer Nummer eins Kerber, die sich unter anderem durch zwei Turniersiege und die Halbfinal-Teilnahme in Wimbledon fest in der Weltspitze etabliert hat. Rittner: "Angie hatte ein Sensationsjahr und war unglaublich konstant. Und sie hat sich als Persönlichkeit entwickelt."

Kerber hatte ihr erstes Gruppenspiel in Istanbul am Dienstagabend gegen die Amerikanerin Serena Williams (4:6, 1:6) verloren und spielte am Mittwoch gegen die Weltranglistenerste Wiktoria Asarenka (Weißrussland).