Sabine Lisicki hat das ersatzgeschwächte deutsche Fed-Cup-Team im Erstrundenspiel der Weltgruppe II gegen Gastgeber Frankreich in Limoges mit 1:0 in Führung gebracht.

Die Weltranglisten-40. aus Berlin besiegte Pauline Parmentier in einer nervenaufreibenden Partie mit 7:5, 7:5.

Lisicki verwandelte nach 1:47 Stunden ihren zweiten Matchball und zeigte erleichtert die Siegerfaust. Im Anschluss trat im Hexenkessel von Limoges die deutsche Spitzenspielerin Julia Görges gegen Kristina Mladenovic an.

"Ich war konstant und habe meine Chancen genutzt. Es ist immer eine Freude, einen Punkt für Deutschland zu holen", sagte Lisicki.

Vor 3500 Zuschauern im Palais des Sports de Beaublanc erlebte Lisicki im Auftaktsatz ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst war die 23-Jährige dank ihres starken Aufschlags und ihrer knallharten Grundlinienschläge die dominierende Spielerin.

Lisicki ging nach einem Break mit 3:1 in Führung, doch nach einem vergebenen Satzball beim Stand von 5:2 drohte das Match plötzlich zu kippen.

Auch, weil Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos (Portugal) in zwei engen Aufschlagsituationen gegen die deutsche Mannschaft entschied. Lisicki kassierte das Rebreak zum 5:4.

Doch die Wimbledon-Halbfinalistin von 2011, die wegen ihrer Endspielteilnahme beim Turnier in Pattaya/Thailand erst am Dienstagabend anreisen konnte, behielt kühlen Kopf und nahm der Weltranglisten-76. Parmentier nach 55 Minuten den Aufschlag zum Satzgewinn ab.

Das gleiche Bild im zweiten Durchgang, als Lisicki mit einer eigenen 6:5-Führung im Rücken die entscheidenden Punkte machte und die Französin breakte.

Das Team von Kapitänin Barbara Rittner muss in Limoges auf die Weltranglistensechste Angelique Kerber (Rückenprobleme), Andrea Petkovic (Knie-OP) sowie Mona Barthel (andere Saisonplanung) verzichten.

Bei Frankreich fehlt Marion Bartoli, Nummer zehn des Rankings, wegen einer Grippe.