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Jelena Jankovic durchlief die Tennisakademie von Nick Bollettieri © getty

Die Deutschen hatten Ruhetag und konnten fast durchweg mühelose Siege der Favoriten sehen. Mühe hatte aber die Weltranglisten-Zweite.

New York - Das spielfreie deutsche Quintett um Tommy Haas trainierte für seine Zweitrunden-Einsätze bei den US Open, die Favoriten indes verließen auch am dritten Tag die Anlage in Flushing Meadows als Sieger.

Allerdings hatte die Weltranglisten-Zweite Jelena Jankovic beim 6:3, 6:7 (5:7), 7:5 in der zweiten Runde gegen Sofia Arvidsson (Schweden) wesentlich mehr Mühe als erwartet.

Die Serbin, die immer noch auf ihren ersten großen Titel wartet, benötigte für ihren Kraftakt im 23.700 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadium 2:44 Stunden.

Russinnen stark

Zuvor hatte Olympiasiegerin Jelena Dementjewa aus Russland ihrer Gegnerin Pauline Parmentier (Frankreich) in nur 58 Minuten mit 6:2, 6:1 keine Chance gelassen.

Auch die letztjährige Finalistin Swetlana Kusnezowa (Russland) erreichte durch ein 7:6 (7:3), 6:1 gegen die Rumänin Sorana Cirstea die dritte Runde. Die Weltranglisten-Vierte Kusnezowa hatte die US Open vor vier Jahren gewonnen.

Vorjahres-Halbfinailst ohne Probleme

Bei den Männern gelang dem an fünf gesetzten Nikolai Dawydenko (Russland) ein Auftakt nach Maß. Der 27-Jährige, der in Flushing Meadows zuletzt zweimal das Halbfinale erreicht hatte, besiegte Dudi Sela (Israel) deutlich mit 6:3, 6:3, 6:3.

Dawydenko war direkt von den Olympischen Spielen nach New York geflogen. In Peking war er in der zweiten Runde ausgeschieden.

"Wie eine Sucht"

Das von zwölf gestarteten deutschen Profis noch verbliebene Quintett war am Mittwoch nicht im Einsatz. Daviscupspieler Tommy Haas trifft in Runde zwei nach seinem Fünfsatz-Krimi zum Auftakt gegen Richard Gasquet (Frankreich) jetzt auf Gilles Muller.

Den Linkshänder aus Luxemburg hatte der Weltranglisten-39. Haas, der in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Viertelfinale der US Open stand, beim bislang einzigen Vergleich vor zwei Jahren deutlich besiegt.

"Das erste Spiel hat viel Kraft gekostet, aber ich fühle mich gut", schwärmte Haas von seinem Lieblingsturnier: "Ich genieße hier das große Publikum. Da bekommt man Gänsehaut, das ist wie eine Sucht."

Harter Brocken für Beck

Philipp Kohlschreiber bekommt es mit Viktor Troicki (Serbien) zu tun, der in der Rangliste um 45 Plätze schlechter platziert ist als der Augsburger.

Dagegen ist der als Qualifikant ins Hauptfeld gerutschte US-Open-Debütant Andreas Beck (Ravensburg) im Duell mit dem an vier gesetzten David Ferrer aus Spanien nur krasser Außenseiter.

Lösbare Aufgaben

Anna-Lena Grönefeld will ihren Siegeszug auch gegen Jessica Moore (Australien) fortsetzen. Die 23 Jahre alte Qualifikantin aus Nordhorn hatte nach mehrmonatiger Pause von der großen Tennisbühne mit ihrem deutlichen Erstrundensieg gegen die an elf gesetzte Daniela Hantuchova (Slowakei) überrascht.

Auf die Berlinerin Sabine Lisicki wartet das Duell mit Alona Bondarenko aus der Ukraine.

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