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Anna-Lena Grönefeld ist momentan die Nummer 51 der WTA-Weltrangliste © getty

Die Nordhornerin besiegt überraschend Amelie Mauresmo glatt in zwei Sätzen.. Auch Philipp Petzschner hat einen großen Auftritt.

Paris (SID) Die deutschen Tennis-Herren jubelten dank Philipp Petzschner endlich auch wieder in Paris, der letzte große Auftritt am ersten Tag der French Open gehörte aber Anna-Lena Grönefeld.

Als alle anderen Matches schon beendet waren, bezwang die Nordhornerin auf dem Centre Court Frankreichs Liebling Amelie Mauresmo 6:4, 6:3 und erreichte drei Jahre nach ihrem Viertelfinaleinzug von Roland Garros die zweite Runde.

Im vergangenen Jahr war sie nach der Pause wegen der Trennung von ihrem Trainer gar nicht erst angetreten, nun trifft sie auf Gisela Dulko aus Argentinien. ad

Petzschner mit Kraftakt

Während neben Grönefeld auch die Saarländerin Kristina Barrois durch ein 3:6, 6:1, 6:2 über Maria-Emilia Salerni die zweite Runde erreichte, nahmen in Paris endlich auch die deutschen Herren wieder Glückwünsche entgegen.

Ein Jahr nach dem kollektiven Erstrundenaus aller deutschen Profis in Paris sorgte Philipp Petzschner mit einem Kraftakt für den ersten deutschen Erfolg seit 2007.

Der Bayreuther musste allerdings ein hartes Stück Arbeit verrichten, ehe sein 5:7, 6:2, 7:6 (7:4), 4:6, 6:3-Erfolg gegen den völlig unbekannten Peter Polansky aus Kanada nach 3:42 Stunden feststand.

Görges muss aufgeben

Ein Trio schied dagegen bereits zum Auftakt aus: Denis Gremelmayr (Heidelberg) verlor gegen den Kasachen Andrej Golubjew 3: 6, 3:6, 2:6, die sichtlich mit der Hitze kämpfende Julia Görges (Bad Oldesloe) musste gegen die Tschechin Iveta Benesova beim Stand von 5:7, 1:4 und knapp 30 Grad aufgeben.

Qualifikant Daniel Brands aus Deggendorf holte sich in einem fast vierstündigen Marathonmatch gegen Robert Kendrick (USA) blutige Knie, zog aber mit 7:6 (9:7), 5: 7, 6:7 (11:13), 3:6 schließlich den Kürzeren.

Bereits in seinem letzten Quali-Match hatte Brands fast genau vier Stunden auf dem Platz gestanden.

Nächster Gegner Verdasco

Petzschner rettete gleich bei seinem ersten Einzel-Auftritt in Paris überhaupt schon mal die deutsche Tennis-Ehre und bekommt es nun mit dem an Nummer acht gesetzten Spanier Fernando Verdasco zu tun (DATENCENTER: French Open Herren).

Zum ersten Mal schlägt er bei den French Open im Einzel auf und fast wäre dem 68. der Weltrangliste ein Qualifikant zum Verhängnis geworden, der ganze 205 Ränge schlechter notiert ist.

"Großen Zwei" am Montag

Im vergangenen Jahr hatte lediglich Sabine Lisicki als einzige Spielerin in der zweiten Runde einen Sieg in der französischen Hauptstadt verbucht.

Diesmal versuchen sich beim zweiten Grand Slam des Jahres elf Herren und vier Damen in den Hauptfeldern.

Am Montag (ab 11 Uhr LIVESCORES) bestreiten Lisicki, Nicolas Kiefer, Björn Phau und Mischa Zverev ebenso ihre Auftaktmatches wie die "großen zwei" Rafael Nadal und Roger Federer (Anna-Lena Grönefeld im Sport1.de-Interview).

Frühes Ende für Gremelmayr

Für Denis Gremelmayr war es bei seinem siebten Grand-Slam-Turnier die fünfte Erstrundenniederlage. Nur bei den Australian Open stand er bislang einmal in der zweiten (2008) und einmal in der dritten Runde (2006).

In Roland Garros war der 27-Jährige auch bei seiner ersten Teilnahme im vergangenen Jahr zum Auftakt gescheitert, damals nach vier Sätzen gegen den Topspieler Novak Djokovic aus Serbien.

Titelverteidigerin weiter

Für Görges endete der erste Auftritt bei den French Open mit Tränen und einem aufmunternden Klaps der Gegnerin. Die zweite Runde von Wimbledon im vergangenen Jahr bleibt damit vorerst das beste Ergebnis von Görges bei einem der vier großen Turniere.

Nur mit Mühe erreichte unterdessen Titelverteidigerin Ana Ivanovic die zweite Runde. Die Serbin setzte sich zum Auftakt 7:6 (7:3), 6:3 gegen Sara Errani (Italien) durch (DATENCENTER: French Open Damen).

Rekordspiel zwischen Hewitt und Karlovic

Das Spiel des Tages lieferten sich der Kroate Ivo Karlovic und Ex-Wimbledonsieger Lleyton Hewitt (Australien). Nach 3:56 Stunden hieß der Sieger mit 6:7, (1:7), 6:7 (4:7), 7:6 (7:4), 6:4, 6:3 Hewitt

Mit insgesamt 55 Assen stellte Karlovic eine nie dagewesene Marke in einem offiziellen Spiel auf der Tennistour auf.

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