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Rafael Nadal steht bereits im Achtelfinale der US Open - Roger Federer muss noch nachziehen © getty

Rafael Nadel zieht ins Achtelfinale ein - Roger Federer muss noch nachlegen. Ein Japaner schreibt Tennis-Geschichte.

New York - Rafael Nadal hat bei den US Open im Fernduell mit Titelverteidiger Roger Federer vorgelegt.

Der spanische Olympiasieger und Weltranglisten-Erste zog durch ein 6:4, 6:3, 6:0 gegen Viktor Troicki (Serbien) ins Achtelfinale des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres ein und blieb dabei weiter ohne Satzverlust.

In der Runde der letzten 16 trifft der 22-jährige Nadal am Montag auf den US-Amerikaner Sam Querrey, der überraschend den an Position 14 gesetzten Ivo Karlovic aus Kroatien mit 7:6 (7: 5), 7:6 (7:5), 6:2 bezwang.

Nadal ist in New York bislang noch nie über das Viertelfinale (2006) hinausgekommen.

Nishikori im Achtelfinale

Federer, der das Turnier in Flushing Meadows in den vergangenen vier Jahren gewonnen hatte, spielt am Sonntag gegen Radek Stepanek (Tschechien) um den Einzug ins Achtelfinale. Der frühere Primus Federer wartet in diesem Jahr noch auf einen Grand-Slam-Erfolg.

Der Japaner Kei Nishikori hat in New York mit seinem Achtelfinal-Einzug Geschichte geschrieben. Der ungesetzte 18-Jährige aus Shimana besiegte den an vier gesetzten David Ferrer (Spanien) sensationell mit 6:4, 6:4, 3:6, 2:6, 7:5.

Nishikori zog damit als erster Japaner in die Runde der letzten 16 bei den US Open ein.

Nadal mit Startproblemen

Linkshänder Nadal hatte im Duell mit Troicki nur zu Beginn Probleme, begeisterte die Besucher im 23.700 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadium dann aber mit seinem konsequenten Power-Tennis.

Der Weltranglisten-71. Troicki hatte in der Runde zuvor von der verletzungsbedingten Aufgabe des deutschen Davis-Cup-Spielers Philipp Kohlschreiber (Augsburg) profitiert.

Hitzeschlacht von New York

Doppel-Olympiasieger Stanislas Wawrinka indes stand nach 0: 2-Satzrückstand gegen Flavio Cipolla (Italien) vor dem Aus.

Der Schweizer musste bei brütender Hitze insgesamt 4:14 Stunden kämpfen, eher er den ungesetzten Cipolla mit 5:7, 6:7 (4:7), 6:4, 6: 0, 6:4 niedergerungen hatte.

Venus Williams im Schnelldurchgang

Im Eiltempo zog indes Wimbledonsiegerin Venus Williams ins Achtelfinale ein. Die 28-jährige US-Amerikanerin benötigte beim 6: 2, 6:1 gegen Alona Bondarenko (Ukraine) nur 56 Minuten.

"Ich fühle mich momentan so gut wie selten zuvor. Ich kann einiges erreichen", meinte Williams. Gegen Bondarenko hatte die Berlinerin Sabine Lisicki in der Runde zuvor in drei Sätzen verloren.

Im Achtelfinale trifft die an sieben gesetzte Williams am Montag auf Agnieszka Radwanska (Polen). Venus Williams hat das diesmal mit 20,6 Millionen Dollar dotierte Turnier bereits zweimal (2000, 2001) gewonnen. Auch ihre Schester Serena Williams gab sich beim 6:2, 6:1 im Duell mit Ai Sugiyama (Japan) keine Blöße.

Ivanovic muss zittern

Aus dem Frauen-Feld hatten sich zuvor schon zwei Topspielerinnen verabschiedet.

Die Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic (Serbien) war sensationell in der zweiten Runde gescheitert, die an drei gesetzte Vorjahresfinalistin Swetlana Kusnezowa (Russland) eine Runde später.

Nach ihrem frühen K.o. muss Ivanovic um ihre Spitzenposition fürchten.

Die French-Open-Siegerin könnte nach den US Open theoretisch von Jelena Jankovic (Serbien), Serena Williams (USA), Jelena Dementjewa oder Dinara Safina (beide Russland) abgelöst werden. Ivanovic-Bezwingerin Julie Coin schied am Samstag mit 4:6, 4:6 gegen ihre französische Landsfrau Amelie Mauresmo aus.

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