vergrößernverkleinern
Anna-Lena Grönefeld trifft nun auf die Argentinierin Gisela Dulko © imago

Nach dem lockeren Sieg gegen Mauresmo bei den French Open wird deutlich: Die Nordhornerin ist endgültig zurück in der Spitze.

Paris - Es war fast zu dunkel zum Tennis spielen, aber das Strahlen von Anna-Lena Grönefeld war auf dem riesigen Court Philippe Chatrier nicht zu übersehen.

"Unglaublich", sagte die Nordhornerin nach dem beeindruckenden 6:4, 6:3-Erfolg über Frankreichs Liebling Amelie Mauresmo in der ersten Runde der French Open. "Das war eines meiner besten Matches und einer meiner größten Erfolge."

Alle anderen Partien waren in Roland Garros längst gespielt, als Grönefeld nach einer Stunde und 17 Minuten gleich ihren ersten Matchball verwandelte.

Sie warf den Schläger einfach weg, legte die Hände vor das Gesicht und genoss den Moment.

Obenauf beim Lieblingsturnier

Dass auf der anderen Seite des Netzes eine frühere Weltranglisten-Erste und zweimalige Grand-Slam-Siegerin gerade zum 15. Mal die eigenen und vor allem die Erwartungen der Landsleute wieder einmal nicht erfüllt hatte, konnte Grönefeld nur wenig stören.

Sie hat in den vergangenen Jahren selbst genug durchgemacht. Doch nach der aufsehenerregenden Trennung vom fast tyrannischen Trainer ist sie auch bei ihrem Lieblingsturnier wieder obenauf.

In Paris hatte sie mit dem Viertelfinaleinzug 2006 ihren bislang größten Erfolg gefeiert, nun gehörte ihr wieder die große Bühne. (Anna-Lena Grönefeld im Sport1.de-Interview)

Zwei total unterschiedliche Seiten

"Das ist schwer zu vergleichen, das sind zwei total unterschiedliche Seiten, auch von mir", sagte die 23-Jährige. Auch ihr Spiel habe sich geändert, ein "bisschen variabler" sei sie geworden, meint Grönefeld.

Gegen Mauresmo wirkte sie zudem hoch konzentriert und entschlossen. Von Nervosität vor dem großen Spiel gegen den großen Namen und in dem großen Stadion keine Spur.

Bis zum Ende setzte sie Mauresmo mit starkem Aufschlag und gewaltigen Grundlinienschlägen unter Druck, machte kaum einen Fehler. (DATENCENTER: French Open Damen)

Ein "super Gefühl"

So war der erste Auftritt auf dem Centre Court in Roland Garros für Deutschlands derzeit zweitbeste Tennisspielerin nach Sabine Lisicki einfach nur ein "super Gefühl".

In Trainer Dirk Dier und Saarbrücken scheint sie den richtigen Mann und den richtigen Ort gefunden zu haben, um auch mit Spaß wieder an alte Erfolge anzuknüpfen.

In Paris heißt ihre nächste Gegnerin Gisela Dulko. Es war im Achtelfinale der French Open vor drei Jahren, als Grönefeld zum bislang einzigen und letzten Mal auf die Argentinierin traf.

Gute Erinnerungen an Dulko

Sie gewann in zwei Sätzen, stand im Viertelfinale und lieferte der späteren Turniersiegerin Justine Henin ein hartes Match.

"Ich habe länger nicht gegen Gisela Dulko gespielt. Aber ich habe gute Erinnerungen", sagte Grönefeld.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel