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Nicolas Kiefer kam bei den French open nie über das Achtelfinale hinaus © getty

Kein guter Tag für das deutsche Tennis: Nach Grönefeld, Barrois und Petzschner verabschiedet sich auch Kiefer frühzeitig.

Paris - An einem Tag der vergebenen Chancen hat sich ein deutsches Tennisquartett von den French Open verabschiedet. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Nach einem kleinen Krimi in fünf Sätzen musste im trüben Paris am Abend Nicolas Kiefer als letzter seine Tasche packen.

Zuvor hatten Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn, die Stuttgarterin Kristina Barrois und der Bayreuther Philipp Petzschner allesamt ihre Zweitrundenmatches verloren und sich dabei teils selbst im Weg gestanden.

4:05 Stunden kämpfte Kiefer trotz Rückenproblemen gegen den an Nummer 14 gesetzten Spanier David Ferrer, ehe die 3:6, 7:5, 4:6, 6:3, 2:6-Niederlage feststand.

Grönefeld enttäuscht

Dabei zeigten beide phasenweise Weltklassetennis und ließen sich auch vom einsetzenden Regen nicht irritieren. Zum 1:3 im fünften Satz kassierte "Kiwi" das vorentscheidende Break im letzten Durchgang.

Eine große Enttäuschung erlebte Grönefeld. Drei Tage nach ihrem beeindruckenden Zweisatzsieg über die frühere Weltranglistenerste Amelie Mauresmo auf dem Centre Court verspielte sie auf Nebenplatz 6 die Chance auf einen zweiten Viertelfinaleinzug nach 2006 frühzeitig.

Gegen die Weltranglisten-42. Gisela Dulko (Argentinien) verlor Grönefeld nach einem Wechselbad der Gefühle 6:7 (5:7), 6:0, 2:6.

Barrois scheitert an Asarenka

Auch an mangelnder Erfahrung scheiterte Kristina Barrois, die der Nummer neun gesetzten Viktoria Asarenka aus Weißrussland beim 6: 7 (1:7), 5:7 erst nach 1:43 Stunden und einer starken Leistung gratulieren musste.

Deutlich verlor Philipp Petzschner gegen Fernando Verdasco aus Spanien: Nach nur 75 Minuten stand die 1:6, 2: 6, 3:6-Niederlage des Bayreuthers fest.

Grönefeld, die am 4. Juni ihren 24. Geburtstag feiert, erlebte gegen Dulko ein Auf und Ab der Gefühle.

"Ich bin enttäuscht"

Zwar mochte sie selbst anschließend nicht von einer verspielten Möglichkeit sprechen, musste aber zugeben: "Sicherlich war mehr drin und ich bin enttäuscht."

Umso bitterer war das Aus, da in der nächsten Runde in der Tschechin Dominika Cibulkova ebenfalls eine durchaus schlagbare Gegnerin gewartet hätte.

Grönefeld führte schon im Tiebreak des ersten Satzes 4:2, vergab die wichtigen Punkte dann aber selbst und schmiss anschließend schon mal den Schläger auf die rote Asche.

Haas in Runde drei

"Im zweiten Satz hat sie mir es dann mit vielen Fehlern leichter gemacht. Und dann hatte ich im dritten wieder einen schlechten Start", berichtete Grönefeld.

Mit einem Sieg gegen Dulko hatte sie sich vor drei Jahren in Paris noch ins Viertelfinale gespielt und damit ihren bislang größten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier gefeiert.

Beim zweiten Grand Slam des Jahres spielen am Donnerstag noch Tommy Haas (Sarasota-USA), Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Andreas Beck (Ravensburg) um den Einzug in die dritte Runde.

Besonderer Rekord für Nadal

Zwischen Stolz und Enttäuschung schwankte Kristina Barrois. "Ich habe gezeigt, dass ich auf diesem Level spielen kann. Vielleicht hat mir ein bisschen das Glück gefehlt", sagte die 27-Jährige die im ersten Satz sogar 5:1 geführt hatte.

Beim vierten Autritt bei einem Grand-Slam-Turnier war es dennoch ihr bislang beste Ergebnis.

Einen ganz besonderen Rekord setzte unterdessen Titelverteidiger Rafael Nadal: Mit dem 6:1, 6:4, 6:2 gegen Teimuras Gabascchwili (Russland) feierte er seinen 30. Sieg nacheinander in Roland Garros produzierte damit die längste Serie in der gesamten Turniergeschichte.

Lockerer Sieg für Safina

In der dritten Runde stehen nach ganz lockeren Siegen am Mittwoch die Weltranglistenerste Dinara Safina (Russland) und Titelverteidigerin Ana Ivanovic (Serbien).

Eine Achterbahnfahrt auf dem Court Suzanne Lenglen brachte dagegen bei ihrem Comeback die lange verletzte Maria Scharapova hinter sich

Im russischen Duell mit Nadja Petrova triumphierte sie erst mit 6:2, 1:6, 8:6. Allein der Entscheidungssatz dauerte 71 Minuten.

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