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Robin Söderling erreichte 2009 bisher nur in Auckland das Halbfinale eines ATP-Turniers © getty

Nadal-Bezwinger Robin Söderling fertigt Nikolaj Dawydenko erbarmungslos ab und steht erstmals in einem Grand-Slam-Semifinale.

Paris - "Nadal-Schreck" Robin Söderling hat seinen erstaunlichen Siegeszug bei den French Open fortgesetzt und steht erstmals im Halbfinale eines Grand Slams.

Zwei Tage nach seinem sensationellen Achtelfinalsieg gegen den viermaligen Turniersieger Rafael Nadal (Söderling stürzt König Nadal) setzte sich der Schwede 6:1, 6:3, 6:1 gegen Nikolaj Dawydenko aus Russland durch.

Er fordert nun den Chilenen Fernando Gonzalez, der den Weltranglistendritten Andy Murray (Großbritannien) mit 6:3, 3:6, 6:0, 6:4 bezwang.

Cibulkova fertigt Scharapowa ab

Bei den Damen spielte sich die Weltranglistenerste Dinara Safina als erste Spielerin in die Vorschlussrunde. Die Russin setzte sich in ihrem Viertelfinale 1:6, 6:4, 6:2 gegen Wiktoria Asarenka aus Weißrussland durch.

Sie spielt nun gegen Dominika Cibulkova. Die Slowakin brachte der lange verletzten Glamour-Frau Maria Scharapowa (Russland) eine 0:6, 2:6-Pleite bei und erreichte ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale.

Safina peilt nach ihrer Finalniederlage gegen Ana Ivanovic (Serbien) 2008 in Paris ihren ersten Titel bei einem der vier großen Turniere an. Ivanovic war in diesem Jahr im Achtelfinale gegen Asarenka ausgeschieden.

Auf den Spuren von Wilander

Der 24 Jahre alte Söderling hatte am Sonntag mit seinem 6:2, 6:7, 6:4, 7:6 über Nadal für eine der größten Überraschungen der Tennisgeschichte gesorgt und bereits damit sein bestes Ergebnis bei einem Grand Slam verbucht. (DATENCENTER: Ergebnisse French Open)

Nun steht er als achter Schwede überhaupt und als erster seit seinem heutigen Trainer Magnus Norman vor neun Jahren im Halbfinale von Roland Garros. Der letzte schwedische Sieger war Mats Wilander 1988.

Sein Coup gegen Nadal war auch Dienstag immer noch Thema in Paris.

Publikum gegen Spanier?

Der Trainer und Onkel des Weltranglistenersten outete sich als weniger guter Verlierer und attackierte die Zuschauer auf dem Court Philipp Chatrier, die in großer Mehrheit auf Söderlings Seite gestanden hatten.

"Das Pariser Publikum ist ziemlich dumm", schimpfte Toni Nadal im Gespräch mit dem spanischen Radiosender "Cadena Ser".

"Als Rafa letztes Jahr beim Turnier in Paris-Bercy verletzt aufgeben musste, haben sie ihn ausgebuht. Ich denke, dass die Franzosen es einfach nicht leiden können, wenn ein Spanier gewinnt", so Toni Nadal.

Acht Viertelfinalisten, acht Nationalitäten

Aber jemandem eine Niederlage zu wünschen, sei ein etwas arroganter Weg, sich zu amüsieren: "Das zeigt nur die Dummheit der Menschen, die sich für überlegen halten."

Am Mittwoch spielt der Weltranglistenzweite Roger Federer (Schweiz) gegen Frankreichs letzte Hoffnung Gael Monfils. (Federer ringt Haas nieder - auch "Kohli" ist raus)

Der Argentinier Juan Martin Del Potro trifft auf Tommy Robredo aus Spanien. Erst zum dritten Mal in der Open Era standen bei den French Open Spieler aus acht verschiedenen Nationen unter den letzten Acht.

Hattrick für Williams?

Bei den Damen werden Mittwoch die Viertelfinals Serena Williams (USA) gegen Swetlana Kusnezowa (Russland) sowie Sorana Cirstea (Rumänien) gegen Samantha Stosur (Australien) ausgetragen.

Williams kann nach den US Open 2008 und den Australian Open 2009 ihren dritten Grand-Slam-Titel nacheinander gewinnen.

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