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Die Moskauerin Dinara Safina ist seit dem 20. April 2009 die Nummer 1 der Welt © getty

Die Weltranglistenerste muss weiter auf den ersten Grand-Slam-Titel warten: Im Finale in Paris setzt sich Kusnezowa klar durch.

Paris - Swetlana Kusnezowa hat das russische Duell von Paris im Eiltempo für sich entschieden und erstmals die French Open gewonnen.

Im Finale bezwang Kusnezowa die Weltranglistenerste Dinara Safina in nur 1:14 Stunden mit 6:4, 6:2 und nahm anschließend aus den Händen von Steffi Graf den Coupe Suzanne Lenglen entgegen.

Fünf Jahre nach ihrem Sieg bei den US Open war es der zweite Titel bei einem Grand-Slam-Turnier für Kusnezowa. "Das ist so ein großer Moment für mich nach all den Jahren. Und es ist unglaublich, dass ich das wieder geschafft habe", sagte Kusnezowa.

"Sie stand so unter Druck"

Safina musste sich dagegen wie schon im Vorjahr gegen die Serbin Ana Ivanovic im Finale von Paris geschlagen geben und verlor nach den Australian Open im Januar ihr drittes Endspiel bei einem Grand Slam. Auch bei den Olympischen Spielen in Peking hatte sie im vergangenen Jahr im Finale eine Niederlage kassiert.

Im trüben und kühlen Paris beendete Safina die Partie mit einem Doppelfehler, schlug die Hand entsetzt vor die Stirn und den Schläger dann wütend auf den Boden. "Es tut mir leid für sie, sie stand heute so unter Druck", sagte Kusnezowa. (DATENCENTER: French Open Damen)

"Es ist das gleiche wie im vergangenen Jahr", musste Safina feststellen und hoffte schon mal auf das nächste Jahr.

14. Auflage des russischen Duells

Vor fünf Jahren hatte Anastassia Myskina in Paris im ersten russischen Finale bei einem Grand Slam gegen Jelena Dementjewa auch den ersten Major-Titel für das Land überhaupt geholt.

Dritte russische Siegerin ist Maria Scharapowa, die breits in Wimbledon, New York und Melbourne triumphiert hat.

13-mal hatten sich Kusnezowa und Safina in ihrer Karriere vor Samstag bereits gegenübergestanden, seit Kindertagen kennen sie sich, sind beide 23 Jahre alt. In diesem Jahr war es nach Stuttgart (Kusnezowa) und Rom (Safina) bereits ihr drittes Final-Duell. (Russisches Finale in Paris)

Der Makel der Weltranglisten-Ersten

Diesmal bekam die wesentlich variablere Kusnezowa die Nervosität als erste in den Griff und schaffte im 29. Finale ihrer Karriere den 11. Sieg.

Safina, vor dem Finale in 16 Spielen nacheinander ungeschlagen, verpasste dagegen die Chance, endlich den letzten Schritt aus dem Schatten ihres großen Bruders zu machen: Marat Safin hatte vor neun Jahren bei den US Open und 2005 in Melbourne Grand-Slam-Titel gewonnen.

Als erstes Geschwisterpaar schafften sie es jeweils zur Nummer eins der Weltranglisten. Die Position behält Safina trotz des verlorenen Endspiels, doch der Makel einer Weltranglistenersten ohne große Trophäe im Schrank bleibt.

530.000 Euro als Trostpflaster

Zum achten Mal in Folge wurde das Finale von Paris in zwei Sätzen entschieden, zuletzt hatten sich Jennifer Capriati und Kim Clijsters 2001 an selber Stelle ein Match über die volle Distanz geliefert.

Kusnezowa kassiert für den Sieg im zweiten rein russischen Finale der Geschichte der French Open 1,06 Millionen Euro Preisgeld, Safina muss sich mit 530.000 Euro trösten.

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