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Jelena Dementjewa ist derzeit die Nummer fünf der Welt © getty

Jelena Dementjewa erreicht gegen Schnyder das Halbfinale. Damit erhöht sie ihre Chancen auf die Führung in der Weltrangliste.

New York - Der Kampf um die Nummer eins im Frauen-Tennis spitzt sich bei den US Open in New York immer weiter zu:

Als erste der Kandidatinnen erreichte am Dienstag die Russin Jelena Dementjewa das Halbfinale. Die an Nummer fünf gesetzte Olympiasiegerin gewann in der Runde der letzten Acht mit 6:2, 6:3 gegen Patty Schnyder (Schweiz).

Bei brütender Hitze im Arthur-Ashe-Stadium wahrte Dementjewa damit ihre Chance auf den Sprung an die Spitze der Weltrangliste.

Im Halbfinale trifft die 26-Jährige am Donnerstag auf die Weltranglisten-Zweite Jelena Jankovic (Serbien) oder Sybille Bammer, die als erste Österreicherin seit neun Jahren im Viertelfinale der US Open steht.

Platz eins ist möglich

Sollte Dementjewa das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres gewinnen, würde sie am 8. September Ana Ivanovic (Serbien) als Weltranglisten-Führende ablösen.

"Das wäre ein Traum. Aber ich versuche, mich nicht so sehr damit zu beschäftigen", erklärte Dementjewa: "Ich denke nur von Spiel zu Spiel."

Zwei weitere Kandidatinnen

French-Open-Gewinnerin Ivanovic war in Flushing Meadows bereits in der zweiten Runde sensationell gescheitert, kann den Platz an der Sonne aber unter bestimmten Umständen aber trotzdem verteidigen.

Erst vor den US Open hatte sie Jankovic nach nur einer Woche wieder als Primus verdrängt. Chancen auf die Nummer eins dürfen sich neben Dementjewa und Jankovic auch noch Serena Williams (USA) und Dinara Safina (Russland) machen.

"Sister Act" am Mittwoch

Safina hatte am Montag im Achtelfinale Anna-Lena Grönefeld besiegt und trifft jetzt auf Flavia Pannetta (Italien).

Ebenfalls am Mittwoch muss Serena Williams im Viertelfinale gegen ihre Schwester Venus zum 17. "Sister Act" antreten. Das letzte Familienduell im Finale von Wimbledon hatte Venus vor knapp zwei Monaten für sich entschieden.

"Es nervt, dass wir schon so früh aufeinandertreffen. Aber so steht eine von uns wenigstens sicher im Halbfinale", sagte Venus.

Historischer Erfolg möglich

Dementjewa, die vor vier Jahren im Finale von Flushing Meadows stand, würde im Fall ihres ersten Grand-Slam-Triumphs zudem in einen illustren Kreis aufgenommen.

Bislang war es nur zwei Spielerinnen gelungen, in demselben Jahr sowohl die US Open zu gewinnen, als auch Olympiasiegerin zu werden: Steffi Graf schaffte es 1988, Venus Williams im Jahr 2000.

Djokovic ist weiter

Ins Viertelfinale der US Open bei den Herren ist Vorjahresfinalist Novak Djokovic nach einem Kraftakt den Sprung ins Viertelfinale eingezogen.

Der 21-jährige Serbe benötigte 3:44 Stunden für seinen 4:6, 6:2, 6:3, 5:7, 6:3-Achtelfinalsieg gegen Tommy Robredo (Spanien).

Djokovic musste sich während des Matches bei Temperaturen von über 30 Grad Celius mehrfach am Rücken behandeln lassen und war zu allem Überfluss im vierten Satz noch umgeknickt.

Gegner wird gesucht

Der Weltranglisten-Dritte Djokovic trifft im Viertelfinale am Donnerstag auf Lokalmatador Andy Roddick (USA) oder Fernando Gonzalez (Chile).

Am Montag hatten sich bereits der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal (Spanien), Mardy Fish (USA), Juan Martin Del Potro (Argentinien) und Andy Murray (Großbritannien) für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

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