vergrößernverkleinern
Rafael Nadal hat in diesem Jahr 44 von 49 Partien gewonnen und fünf Titel geholt © getty

Erstmals seit 2002 ist der Titelverteidiger nicht dabei: Die Knieverletzung setzt Nadal matt. Ärzte raten zu einer langen Pause.

London - Der Weltranglistenerste und Titelverteidiger Rafael Nadal hat verletzungsbedingt seinen Start beim am Montag beginnenden Grand-Slam-Turnier in Wimbledon abgesagt. 119247(DIASHOW: Die Wimbledon-Favoriten)

"Leider werde ich in diesem Jahr nicht in Wimbledon spielen können", sagte der 23-Jährige am Freitagabend auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz.

"Das war eine der schwierigsten Entscheidungen meiner Karriere. Ich habe alles versucht, hart gearbeitet in den letzten Wochen, um in Form zu kommen", so Nadal weiter.

Beide Vorbereitungsmatches verloren

Im Spiel gegen Wawrinka "habe ich mich nicht schlecht gefühlt, aber ich war nicht auf meinem besten Niveau."

Der Spanier leidet bereits seit mehreren Wochen an einer Tendinitis in den Knien. Die Entzündung hatte bereits einen Start beim Vorbereitungsturnier in Queens verhindert hatte.

Zwar absolvierte Nadal am Donnerstag und Freitag zwei Tests gegen den Australier Lleyton Hewitt und den Schweizer Stanislas Wawrinka, jedoch verlor der Weltranglistenerste beide Spiele und wirkte besonders bei der Niederlage gegen Hewitt stark gehandicapt.

Federer zurück auf den Thron?

Durch sein Fehlen könnte Nadal auch seine Weltranglistenführung nach genau einem Jahr wieder an seinen Schweizer Dauerrivalen Roger Federer verlieren.

Nach seinem Finalsieg gegen Federer im Vorjahr war Nadal erstmals an die Spitze der Weltrangliste gerückt. "Wenn ich die Nummer eins verliere, werde ich es genauso akzeptieren, wie ich es zuvor vier Jahre akzeptiert habe, die Nummer zwei zu sein", sagte Nadal.

"Es wird seine Karriere nicht bedrohen"

Nach Angaben des führenden Londoner Kniespezialisten John Browett sei nun die beste Lösung für Nadal, eine mehrwöchige, möglicherweise bis zu drei Monate dauernde Pause einzulegen. (Malek und Greul überstehen die Quali)

"Es ist eine normale Verletzung für einen Sportler und es wird seine Karriere nicht bedrohen, aber die Schmerzen können sein Spiel beeinflussen", sagte Browett der Nachrichtenagentur "Reuters".

Enttäuschter Dauerrivale

Nun scheint der Weg frei zu sein für den Weltranglistenzweiten Federer. Im vergangenen Jahr hatten sich Federer und Nadal ein hochdramatisches Finale geliefert, bei dem der Schweizer erstmals von seinem Dauerrivalen auf Gras bezwungen worden war.

Federer zeigte sich nach der Absage seines Konkurrenten enttäuscht. "Ich hätte gerne gegen Rafa gespielt, da er mein größter Widersacher ist. In den vergangenen Jahren haben wir mehrere großartige Finals gegeneinander bestritten, insbesondere im letzten Jahr. Es tut mir leid für ihn, der Entscheid dürfte ihm schwer gefallen sein."

(Auslosung: Haas im Glück - Kracher für Görges)

In Paris an Söderling gescheitert

Bereits bei den French Open hatte Federer seine Klasse gezeigt und sich erstmal den Titel beim einzigen Grand-Slam-Turnier auf Sand gesichert.

Nadal war in Paris im Achtelfinale am späteren Finalisten Robin Söderling (Schweden) gescheitert.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel