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Sabine Lisicki landete im April in Charleston ihren ersten WTA-Turniersieg © getty

Sabine Lisicki besiegt Patricia Mayr und steht in Wimbledon erstmals unter den letzten 32. Petzschner kegelt Zverev raus.

London - Vom Häufchen Elend zum strahlenden Glück in nur vier Wochen:

Nach ihrem Erstrunden-Aus bei den French Open in Paris vergoss Sabine Lisicki noch bittere Tränen, am Donnerstag in London war die Welt für die 19-Jährige wieder in schönster Ordnung.

Als einzige von fünf gestarteten deutschen Frauen steht sie nach ihrem souveränen 6:2, 6:4-Erfolg über Patricia Mayr (Österreich) am Samstag in der dritten Runde der All England Championships in Wimbledon 120984(DIASHOW: Die Bilder aus Wimbledon).

Insgesamt sind damit vier der 15 am Montag gestarteten deutschen Profis unter die letzten 32 vorgestoßen (DATENCENTER: Ergebnisse aus Wimbledon).

Petzschner besiegt Zverev

Auf Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber (Tag 3: Kohlschreiber erkämpft sich Match gegen Federer) folgte noch Philipp Petzschner.

Der 25-Jähirge setzte sich in einem hart umkämpften und streckenweise emotionalen deutschen Duell 4:6, 7:6 (15:13), 3:6, 7:6 (7:5), 6:0 nach 3:36 Stunden gegen Mischa Zverev durch.

Sein nächster Gegner ist der Australier Lleyton Hewitt, der für die erste echte Überraschung des Turniers sorgte, als er den an fünf gesetzten Argentinier Juan Martin del Potro 6:3, 7:5, 7:5 ausschaltete.

Tatjana Malek und Benjamin Becker sind dagegen ausgeschieden.

Malek vergibt größte Chancen

Bei ihrer 6:4, 6:7 (6:8), 4:6-Niederlage gegen Samantha Stosur (Australien) verspielte die Qualifikantin die Chance zum größten Erfolg ihrer Laufbahn.

Sie konnte im zweiten Satz eine 4:2-Führung nicht halten, lag auch im Tiebreak mit 4:0 in Front und führte im dritten Satz mit 4:1.

Becker, der Sieger des Vorbereitungsturniers in s'Hertogenbosch unterlag dem Österreicher Jürgen Melzer mit 6:7 (6:8), 3:6, 6:7 (1:7) und konnte dabei einen Satzball im ersten Tiebreak nicht verwandeln.

Lisicki trifft nun auf Kusznezowa

Sabine Lisicki erwartet am Samstag in der aktuellen French-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa ein anderes Kaliber, als es die Österreicherin Mayr war (DATENCENTER: Die ATP-Rangliste).

Die Berlinerin ist aber trotzdem guter Dinge:

"Ich habe schon bewiesen, dass ich Top-Ten-Spielerinnen schlagen kann", sagte sie und dachte dabei wohl vor allem an ihren ersten Turniersieg im Frühjahr in Charleston, als sie Wimbledonsiegerin Venus Williams ausschaltete.

Körperlichen Rückstand aufgeholt

"Ich bin noch nicht ganz auf meinem höchsten Niveau", sagte die Blondine, "aber eigentlich bin ich jetzt wieder fit."

Der körperliche Rückstand aus dem Mai ist jedenfalls aufgeholt.

Vor den French Open musste sie fünf Tage in einem Krankenhaus verbringen und wurde schon auf eine Blinddarm-OP vorbereitet. Zu Unrecht, wie sich zum Glück von Lisicki herausstellte.

Für eine ordentliche Vorbereitung auf Paris war es aber zu spät, es folgte das tränenreiche Aus in Runde eins und die Erkenntnis:

Grasallergie als Behinderung

"Ich war einfach nicht fit genug für ein Grand-Slam-Turnier."

Das ist jetzt anders, würde nicht in Wimbledon auf Rasen gespielt.

Lisicki leidet nämlich an einer Grasallergie. Während ihres Erstrundenspiels am Dienstag verlor sie deshalb völlig ihre Stimme, die erst am Mittwochmorgen zurückkam.

Sie schmeißt dagegen Tabletten ein, aber eine kleine Behinderung bleibt dennoch. "Beim Atmen ist es nicht ganz normal", erklärte sie, "es ist aber nur eine ganz leichte Behinderung."

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