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Sabine Lisicki trifft im Achtelfinale auf die Dänin Caroline Wozniacki © getty

Sabine Lisicki gewinnt gegen die French-Open-Siegerin aus Russland und steht im Achtelfinale. Dahin schafft es auch Tommy Haas.

London - "Altmeister" Tommy Haas und Youngster Sabine Lisicki haben das Achtelfinale bei den 123. All England-Championships in Wimbledon erreicht.

Philipp Petzschner musste dagegen der größeren Erfahrung von Lleyton Hewitt Tribut zollen und ist ausgeschieden.

Die 19 Jahre alte Berlinerin Lisicki schaffte mit ihrem 6:2, 7:5-Erfolg über die French-Open-Siegerin Swetlana Kusnetsowa die bislang größte Überraschung an der Church Road und steht nun erstmals in der Runde der letzten 16 bei einem Grand-Slam-Turnier. (DATENCENTER: Ergebnisse aus Wimbledon)

Zuvor setzte sich auf Platz eins Haas in der Fortsetzung seines am Vorabend wegen Dunkelheit abgebrochenen Matches mit 7:5, 7:5, 1:6, 6:7 (3:7), 10:8 gegen den Kroaten Marin Cilic durch.(Haas muss nachsitzen - "Kohli" mit Strohfeuer)

Petzschner unterlag Hewitt 5:7, 6:7 (3:7), 3:6.

Freudentränen bei Lisicki

Nachdem Lisicki ihren insgesamt fünften Matchball verwandeln konnte, flossen bei der Blondine Tränen des Glücks und der Erleichterung. 120984(DIASHOW: Die Bilder aus Wimbledon)

"Es ist unglaublich für mich, ich habe vorher noch nie ein Match auf Gras gewonnen" sagte die Weltranglisten-41. Bei den Matchbällen habe sie "nur versucht Punkt für Punkt zu spielen und mir gesagt, ich habe nichts zu verlieren."

So schaffte sie nach 1:28 Stunden Spielzeit zum zweiten Mal in ihrer Karriere einen Sieg über eine Top-Ten-Spielerin. Im April konnte sie Venus Williams schlagen und gewann anschließend erstmals ein WTA-Turnier.

Im Endspiel bezwang sie damals die Dänin Caroline Wozniacki. Vieleicht ein gutes Omen für das Achtelfinale am Montag, wenn Woznicki erneut Gegnerin der 19-Jährigen ist.

Haas jetzt gegen Andrejew

Haas steht dann zum zweiten Mal in seiner Karriere unter den letzten 16 in Wimbledon. Vor zwei Jahren konnte er das Match um den Einzug ins Viertelfinale aber nicht bestreiten, weil ihn eine Bauchmuskelzerrunbg plagte.

Diesmal ist der Russe Igor Andrejew sein Gegner, gegen den er beim Davis Cup 2007 eine glatte Niederlage erlitt.

"Die Chance auf Revanche ist sicherlich eine zusätzliche Motivation", sagte Haas.

27 Minuten "Verlängerung"

Sein Match gegen den jungen Aufsteiger Cilic, der in der Weltrangliste auf Platz 13 und damit 21 Ränge über dem Deutschen notiert ist, dauerte insgesamt 4:28 Stunden.

Am Samstag standen sich die beiden Kontrahenten 27 Minuten gegenüber, nachdem sie sich am Freitag ein spannendes Duell geliefert hatten, das bis 21.33 Uhr andauerte und am Ende in der Dunkelheit unter fast irregulären Bedingungen stattfand.

"So etwas habe ich noch nie erlebt", sagte Haas, der zum elften Mal in Wimbledon spielt, "ich verstehe nicht, dass man hier kein Flutlicht hat, damit man die Matches beenden kann."

"Es war schwer, wieder hier rauszugehen"

Als er die Partie schließlich zu seinen Gunsten entschieden hatte, war die Erleichterung riesig. "Es war sehr schwer, wieder hier rauszugehen, ich war sehr nervös und bin jetzt überglücklich", sagte der gebürtige Hamburger.

Im entscheidenden fünften Durchgang konnte sich Haas noch am Freitag zweimal von 0:3 und 3:5 zurückkämpfen und wehrte beim Stand von 5:6 noch zwei Matchbälle ab. Das vorentscheidende Break gelang ihm schließlich zum 9:8 am Samstag.

"Solche Matches zu gewinnen, gehört zu den Highlights, dafür spiele ich Tennis", sagte er, "jetzt bin ich aber sehr froh, dass ich am Sonntag spielfrei habe. Die Erholung brauche ich wirklich."

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