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Roger Federer sammelte in Wimbledon bislang fünf Titel © getty

Roger Federer könnte im Wimbledon-Finale den nächsten Rekord für die Ewigkeit aufstellen - und auf den Tennis-Thron zurückkehren.

London - Gibt es eigentlich noch einen Superlativ, der Roger Federer gerecht wird?

Spätestens seit seinem Sieg bei den French Open vor vier Wochen gilt der Schweizer bei vielen Tennisexperten als der beste Spieler der Geschichte.

Am Sonntag im Wimbledon-Endspiel (ab 15 Uhr LIVESCORES) kann der Schweizer seine unglaubliche Erfolgsstory fortschreiben und seinen Ruf mit einem weiteren spektakulären Rekord untermauern.

Sollte er nach seinem Sieg im Halbfinale gegen Tommy Haas (zum Artikel) auch das Finale gegen Andy Roddick (USA) gewinnen, wäre das gleichbedeutend mit seinem 15. Grand-Slam-Titel.

Federer würde damit alleiniger Rekordhalter vor Pete Sampras, der ebenfalls 14-mal bei einem der vier Major-Turniere siegreich war.

Bei Sieg zurück auf dem Thron

Doch das ist - wie könnte es bei Federer anders sein - noch längst nicht alles. Zum 20. Mal steht der Schweizer in einem Grand-Slam-Finale und verbesserte damit eine Bestleistung von Ivan Lendl.

Sollte er am Sonntag gewinnen, würde er außerdem wieder zur Nummer eins der Weltrangliste, eine Position, die er am 18. August vergangenen Jahres an den derzeit verletzten Titelverteidiger Rafael Nadal abgeben musste.

"Will einfach nur das Endspiel gewinnen"

"Es ist ein Wahnsinn, dass ich schon wieder Geschichte schreiben kann", sagte Federer am Tag vor dem Endspiel, "aber daran denke ich zur Zeit noch nicht. Ich will einfach nur das Endspiel gewinnen." (124117DIASHOW: Die Bilder aus Wimbledon)

Mit einem erneuten Triumph würde er zum sechsten Mal die wertvollste Tennistrophäe in die Höhe stemmen und damit einmal mehr als Björn Borg, aber noch einmal weniger als Sampras. Federer steht übrigens zum siebten Mal hintereinander im Wimbledonfinale, auch das ist ein Rekord.

Schon 2004 und 2005 gegen Roddick

Gegen Roddick kämpfte Federer 2004 und 2005 um den Titel an der Church Road und setzte sich jeweils knapp durch.

Erst zum dritten Mal im Profi-Zeitalter stehen sich damit die gleichen beiden Spieler zum dritten Mal im Endspiel gegenüber. Federer selbst musste sich zwischen 2006 und 2008 mit Rafael Nadal auseinandersetzen. Zwischen 1988 und 1990 spielten Boris Becker und Stefan Edberg den Titel aus. Becker gewann 1989.

"Ich spiele gerne solche Klassiker-Matches", meinte Federer zum erneuten Treffen mit dem US-Amerikaner. (DATENCENTER: Ergebnisse aus Wimbledon)

Fünftes Grand-Slam-Finale für Roddick

Die Matchbilanz favorisiert Federer eindeutig. Er führt im direkten Vergleich mit 18:2 Siegen. Zuletzt standen sich beide im Mai auf Sandplatz in Madrid gegenüber. Roddicks letzten Erfolg gab es im Frühjahr 2008 auf Hartplatz in Miami.

Der Amerikaner steht insgesamt zum fünften Mal in seiner Laufbahn in einem Grand-Slam-Finale. 2003 holte er seinen einzigen Major-Titel bei den US-Open, 2006 unterlag er in New York gegen Federer.

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