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Die Bilder soll es künftig auf dem Center Court der US Open nicht mehr geben © getty

Jetzt reicht's! Nach Wetterchaos und der ersten Verlängerung seit über 20 Jahren wollen die Organisatoren ein Dach über dem Kopf.

New York - Nach dem Wetterchaos und der ersten Verlängerung seit über 20 Jahren wollen die Organisatoren der US Open den Launen der Natur mit Millionen-Investitionen trotzen.

Für 100 Millionen US-Dollar soll der Centre Court in den nächsten Jahren ein Dach erhalten.

"Momentan ist es keine Frage mehr ob, sondern wann. Wir glauben, dass dieses Turnier an einem Punkt angekommen ist, an dem wir ein Dach für das Arthur-Ashe-Stadium ernsthaft in Betracht ziehen müssen", sagte Arlen Kantarian, Chef des US-Tennisverbandes (USTA).

Angesichts der Größe des Turniers müsse man sich vor solchen Verschiebungen schützen.

Starke Regenfälle durch "Hanna"

Das Turnier im New Yorker Stadtteil Flushing Meadows musste am Samstag nach starken Regenfällen und Sturmböen erstmals seit 1987 um einen Tag verlängert werden.

Die Ausläufer des Tropensturms "Hanna" hatten zum Abbruch des zweiten Männer-Halbfinals und zur Verschiebung des Frauen-Endspiels geführt.

Laut Kantarian habe der USTA-Vorstand zugestimmt, die Planungen für das Dach in Auftrag zu geben.

Nur Melbourne mit Überdachung

Von den vier Grand-Slam-Turnieren sind bisher nur bei den Australian Open zwei Plätze überdacht. Im kommenden Jahr wird zudem der umgebaute Centre Court in Wimbledon ein transparentes ausfahrbares Dach haben.

In New York wollte man vor drei Jahren von solchen Ideen noch nichts wissen, nun hat "Hanna" offenbar ein Umdenken bewirkt.

Das Semifinale zwischen dem Briten Andy Murray und dem topgesetzten Spanier Rafael Nadal war beim Stand von 6:2, 7:6 (7:5), 2:3 abgebrochen und auf Sonntag (16 Uhr Ortzeit/22 MESZ) verschoben worden.

Auch Damen-Finale verlegt

Wegen der geringen Aussicht auf eine Wetterbesserung wurde wenig später das ursprünglich für Samstagabend angesetzte Finale zwischen Jelena Jankovic (Serbien) und Serena Williams (USA) auf Sonntag (21 Uhr/Montag 3 Uhr) verlegt.

Am Montag (17 Uhr/23 Uhr) wird das Männer-Endspiel die mit 20,6 Millionen Dollar dotierte Veranstaltung im "Big Apple" beschließen.

Bei einem Grand-Slam-Turnier hatte es zuletzt 2001 in Wimbledon eine Verlängerung um einen Tag gegeben. Damals hatte Goran Ivanisevic (Kroatien) am Montag den Australier Patrick Rafter 6:3, 3:6, 6:3, 2:6, 9:7 besiegt.

Lendl Nutznießer des "Super Mondays"

Bei den US Open war vor 21 Jahren Ivan Lendl der Nutznießer des "Super Mondays" gewesen.

Der gebürtige Tscheche behielt damals mit 6:7, 6:0, 7:6, 6:4 gegen den Schweden Mats Wilander die Oberhand.

Bei dem Turnier in Flushing Meadows hatte es zuvor bereits elfmal eine zusätzliche Montagsschicht gegeben.

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