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Neben dem Gold im Doppel von Peking war es erst Roger Federers dritter Turniersieg 2008 © getty

Roger Federer besiegt Andy Murray im Finale der US Open klar. Der Schweizer freut sich überschäumend und gibt ein Versprechen.

Von Michael Spandern

München - Er lag außer sich vor Freude auf dem Supreme Court des Arthur-Ashe-Stadium, schrie seine Erleichterung heraus und ballte beide Fäuste:

Der fünfte Triumph bei den US Open war für Roger Federer nicht irgendein Turniersieg. Schließlich hatte er zuvor seit seinem Sieg in Halle am 15. Juni keinen Einzeltitel mehr gewonnen.

Doch seine Durststrecke, die den Schweizer auch die Spitzenposition in der Weltrangliste gekostet hatte, ging am späten Montagabend eindrucksvoll zu Ende.

"Es bedeutet die Welt"

Federer zerschmetterte Andy Murrys Hoffnungen, der erste britische Sieger eines Grand-Slam-Turniers seit Fred Perry 1936 zu werden, in nur 1:51 Minuten und siegte 6:2, 7:5 und 6:2.

"Diesen Sieg einzufahren ist unglaublich, es bedeutet die Welt für mich", rang Federer nach Worten. "Es ist ein ganz besonderer Moment in meiner Karriere."

Der 27-Jährige feierte seinen 13. Grand-Slam-Titel und hat nun nur noch einen weniger als Rekordhalter Pete Sampras. Zuvor hatte war er bei den Australien Open im Halbfinale, bei den French Open und in Wimbledon jeweils im Endspiel gescheitert.

Erster Satz nach 26 Minuten vorbei

"Ich werde bei 13 nicht Halt machen - das wäre schrecklich!", versprach er. Federer ist nun der erste Mann, der die US Open fünfmal in Folge gewonnen hat. Außerdem ist er der erste, der bei zwei Grand-Slam-Turnieren fünfmal nacheinander triumphierte.

Gegen den 21-jährigen Murray war er von Anfang an der dominierende Spieler. Murray musste im dritten Spiel einen Breakball abwehren, schaffte dies im fünften aber nicht mehr.

Mit einem mächtigen Vorhand-Volley baute Federer seinen Vorsprung auf 4:2 aus und hatte den ersten Satz in 26 Minuten in der Tasche.

Nur zwei Breaks für Murray

Im zweiten Satz glich Murray zwar ein 0:2 aus, konnte dann aber drei Breakbälle nicht nutzen und gab beim Stande von 5:6 sein Aufschlagspiel zu null ab.

Der dritte Satz war dann eine einzige Demonstration des Titelverteidigers, der sich die ersten fünf Spiele holte, bevor er doch noch ein zweites Break in dieser Partie zuließ.

Doch wenig später verwandelte er mit einem Smash seinen zweiten Matchball.

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