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Tommy Haas stand zuletzt im Halbfinale des Grand Slams in Wimbledon © getty

Der letzte "Mohikaner" bei den US Open scheitert an Verdasco. Auch Roddick und die bei den Frauen topgesetzte Safina scheitern.

New York - Tommy Haas hat bei den US Open in New York das Achtelfinale verpasst und ist damit als letzter deutscher Starter ausgeschieden.

Der 31-jährige Wimbledon-Halbfinalist verlor in 3:45 Stunden mit 6:3, 5:7, 6:7 (8:10), 6:1, 4:6 gegen den Weltranglistenzehnten Fernando Verdasco (Spanien).

Dieser trifft nun in der Runde der letzten 16 am Montag auf John Isner (beide USA), der überraschend seinen Landsmann Andy Roddick ausschaltete (DATENCENTER: Ergebnisse Männer).

Die Entscheidung gegen Haas fiel, als Verdasco ihn im fünften Satz zum Matchgewinn breakte.

Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres hatte Haas seit 2004 insgesamt dreimal im Viertelfinale gestanden.

Vor dem gebürtigen Hamburger Haas war am Samstag bereits Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber ausgeschieden.

Der 25-jährige Augsburger zeigte beim 6:4, 2:6, 3:6, 3:6 gegen den an 15 gesetzten Radek Stepanek (Tschechien) eine insgesamt enttäuschende Leistung.

Guter Start für Kohlschreiber

Dabei erwischte "Kohli" auf dem Grandstand einen guten Start und benötigte 41 Minuten für den Gewinn des ersten Satzes.

Im zweiten Durchgang kassierte der Weltranglisten-24. dann gleich zwei Breaks. Auch in der Folge erwies sich Stepanek, der in diesem Jahr schon zwei Titel auf Hardcourt gewonnen hat, als konstanterer und druckvollerer Spieler.

Bislang hatte Kohlschreiber bei Grand-Slam-Turnieren dreimal das Achtelfinale erreicht, zuletzt in diesem Jahr bei den French Open in Paris.

Isner schlägt Roddick

Ein echter Coup hingegen gelang hingegen John Isner. Er setzte sich nach 3:51 Stunden gegen seinen Landsmann Roddick mit 7:6 (7:4), 6:3, 3:6, 5:7, 7:6 (7:5) durch.

Für den 2,06 Meter großen Isner ist es der erste Achtelfinaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier.

Federer besiegt Hewitt

Titelverteidiger Roger Federer ist unterdessen ins Achtelfinale eingezogen und bleibt damit auch nach dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres die Nummer eins der Weltrangliste.

Der 28-jährige Schweizer besiegte in seinem Drittrundenmatch Lleyton Hewitt nach anfänglichen Problemen in 2:33 Stunden mit 4:6, 6:3, 7:5, 6:4. Federer trifft in der Runde der letzten 16 am Montag auf Tommy Robredo (Spanien/Nr. 14) oder James Blake (USA/Nr. 21).

Platz Nummer eins ist sicher

Durch seinen Sprung in die Runde der letzten 16 verteidigte Federer seine Spitzenposition in der Rangliste erfolgreich und kann selbst bei einem Turniersieg seines Verfolgers Andy Murray (Großbtritannien) nicht vom ersten Platz verdrängt werden.

Der 15-malige Grand-Slam-Sieger Federer greift in New York nach seinem sechsten US-Open-Titel in Folge und schraubte seine Bilanz in Flushing Meadows durch den Erfolg über Hewitt auf beeindruckende 48: 4 Siege.

Hewitt mit schwarzer Serie

Der 28-jährige Hewitt, der das Turnier 2001 gewonnen hatte, kassierte gegen Federer die 14. Niederlage in Serie. Allerdings verlangte der Weltranglisten-32. aus Australien Federer besonders im ersten und dritten Satz alles ab.

Federer hat in diesem Jahr bereits die Grand-Slam-Turniere in Paris und Wimbledon gewonnen.

Oudin schafft Überraschung

Teenie Melanie Oudin hat bei Frauen für die zweite große Überraschung gesorgt: Die 17 Jahre alte US-Amerikanerin bezwang in der dritten Runde die frühere Weltranglistenerste Maria Scharapowa (Russland) mit 3:6, 6:4, 7:5 und zog wie bereits in Wimbledon ins Achtelfinale ein.

Die große US-amerikanische Nachwuchshoffnung hatte in der Runde zuvor schon die Weltranglistenvierte Jelena Dementjewa ausgeschaltet.

Der 22-jährigen Scharapowa, die nach einer neunmonatigen Pause wegen einer Schulterverletzung im Mai auf die Tour zurückgekehrt war, unterliefen 21 Doppelfehler. Oudin trifft in der Runde der letzten 16 am Montag auf die an Position 13 gesetzte Russin Nadja Petrowa.

Safina scheidet aus

Ebenfalls verblüffend: Die topgesetzte Russin Dinara Safina verpasste das Achtelfinale ebenfalls. Sie verlor mit 4:6, 6:2, 6:7 (5:7) gegen die Weltranglisten-72. Petra Kvitova aus Tschechien. Safina vergab sogar drei Matchbälle.

Nur einmal zuvor in der US-Open-Ära war eine an eins gesetzte Spielerinnen früher ausgeschieden.

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