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Melanie Oudin ist derzeit die Nummer 70 der WTA-Weltrangliste © getty

Youngster Melanie Oudin besiegt mit Nadia Petrowa die nächste Favoritin. Federer und Djokovic geben sich keine Blöße.

New York - Am "Labor Day"-Feiertag ging in New York die große Teenie-Party weiter: Das amerikanische Wunderkind Melanie Oudin konnte ihren imposanten Siegeszug fortsetzen und erreichte bei den US-Open erstmals ein Grand-Slam-Viertelfinale (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Frauen).

Die 17-Jährige aus Georgia gewann 1:6, 7:6 (7:2), 6:3 gegen die an Nummer 13 gesetzte Russin Nadia Petrowa.

College-Schülerin Oudin wurde nach ihrem dritten Favoritensturz von den 22.000 Zuschauern im größten Tennis-Stadion der Welt frenetisch gefeiert.

"Ich kann das noch alles gar nicht fassen, ich bin überglücklich", meinte Oudin.

Federer und Djokovic glatt in drei

Titelverteidiger Roger Federer ist bei den US Open in New York im Schnelldurchgang ins Viertelfinale eingezogen (DATENCENTER: Ergebnisse der Männer).

Auch Novak Djokovic, an Nummer vier gesetzt, siegte mühelos 6:1, 6:3 und 6:3 gegen den Tschechen Radek Stepanek 6:1, 6:3, 6:3 und trifft im Viertelfinale auf Haas-Bezwinger Fernando Verdasco aus Spanien.

Federer siegte in 1:48 Stunden mit 7:5, 6:2, 6:2 gegen den an Position 14 gesetzten Spanier Tommy Robredo.

49:4 Siege für Federer

In der Runde der letzten acht trifft der Weltranglisten-Erste am Mittwoch in einer Neuauflage des French-Open-Finals auf Robin Söderling (Schweden/Nr. 12).

Der 15-malige Grand-Slam-Sieger Federer greift nach seinem sechsten US-Open-Titel in Folge und schraubte seine Bilanz in Flushing Meadows durch den Erfolg über Robredo auf beeindruckende 49:4 Siege.

Der Schweizer hat in diesem Jahr bereits die Grand-Slam-Turniere in Paris und Wimbledon gewonnen.

Oudin und der Schuh-Tick

Am Mittwoch trifft die US-Hoffnungsträgerin auf Caroline Wozniacki aus Dänemark (ab 01 Uhr LIVESCORES).

Nachdem Oudin zuvor bereits Olympiasiegerin Jelena Dementjewa und die frühere Nummer eins Maria Scharapowa (beide Russland) gestürzt hatte, half im Achtelfinale erneut der Glaube an den "Schuhtick".

Auf den rosa-gelben Tretern hatte die Weltranglisten-70. aus den Südstaaten die Aufschrift "Believe" anbringen lassen.

"Darum geht es. Wenn ich an mich glaube, dann kann ich alle da draußen schlagen. Es war die Idee meines Freundes", meinte Oudin, deren Urgroßvater aus Frankreich stammt.

Autogrammstunde am Times Square

Wie schon in den beiden Runden zuvor holte Oudin einen Satzrückstand auf.

Schon in den vergangenen Tagen war die Blondine, die erstmals durch ihren Achtelfinaleinzug in Wimbledon auf sich aufmerksam gemacht hatte, zum US-Open-Shootingstar aufgestiegen.

Bei einem Foto-Termin am Times Square war sie von Hunderten Leute erkannt worden und hatte Autogramme geben müssen.

"Das gab es noch nie. Ich kann das alles noch gar nicht realisieren. Aber es fühlt sich toll an", sagte die nur 1,68 Meter große Oudin.

Bondarenko verteilt Höchststrafe

Zuvor hatte die ungesetzte Katerina Bondarenko für ein Novum gesorgt.

Als erste Ukrainerin überhaupt erreichte die 23-Jährige bei einem Grand-Slam-Turnier die Runde der letzten Acht.

Die Weltranglisten-52. besiegte die ebenfalls ungesetzte Argentinierin Gisela Dulko in einem 47-minütigen Schnelldurchgang mit 6:0, 6:0.

Dawydenko muss gegen Söderling aufgeben

Bei den Männern spielte sich der Schwede Robin Söderling als erster Spieler ins Viertelfinale. 149035(die Bilder)

Der French-Open-Finalist profitierte beim Stand von 7:5, 3:6, 6:2 allerdings von der verletzungsbedingten Aufgabe des an Nummer acht gesetzten Russen Nikolai Dawydenkos.

Doch die Schlagzeilen in New York gehören vor allem Viertelfinalistin Kim Clijsters und ihrem wundersamen Comeback.

Die frühere Weltranglistenerste, die nach ihrer 27-monatigen Babypause erst vor ein paar Wochen auf die Tour zurückgekehrt war, könnte am Wochenende Geschichte schreiben.

Die letzte Mutter, die ein Grand-Slam-Turnier gewonnen hat, war 1980 in Wimbledon Evonne Goolagong (Australien).

Clijsters in der Favoritenrolle

Daran verschwendet Wildcard-Inhaberin Clijsters derzeit aber noch keinen Gedanken.

Obwohl sie beim 6:0, 0:6, 6:4-Sieg im Achtelfinale gegen die an drei gesetzte Venus Williams (USA) schon wieder ganz die alte war.

Die Vorzeichen für ihren zweiten US-Open-Triumph nach 2005 sind aber nicht schlecht.

Gegen Viertelfinal-Gegnerin Li Na (China) hat Clijsters eine Bilanz von 3:1 Siegen.

Pennetta wehrt sechs Matchbälle ab

Im Halbfinale könnte es dann zum vorweggenommenen Endspiel gegen Serena Williams (USA) kommen.

Die Titelverteidigerin muss sich aber erst einmal gegen Flavia Pennetta durchsetzen.

Die Italienerin schaffte nach der Abwehr von sechs Matchbällen noch ein 3:6, 7:6 (8:6), 6:0 gegen Wera Zwonarewa (Russland).

Bauchmuskelpreobleme bei Nadal

Bei den Männern macht sich indes die kräftzehrende Saison bemerkbar. Sowohl der an neun gesetzte Gilles Simon (Frankreich) als auch Jose Acasuso (Argentinien) mussten ihre Drittrunden-Partien wegen Verletzung vorzeitig aufgeben.

Auch der gerade von einer Knieblessur genesene Rafael Nadal plagt sich mit Bauchmuskelbeschwerden.

Trotzdem behielt der Weltranglistendritte mit 7:5, 6:4, 6:4 gegen seinen spanischen Landsmann Nicolas Almagro die Oberhand.

Der letztjährige Finalist Andy Murray (Großbritannien) machte beim 6:3, 6:2, 6:2 gegen den US-Amerikaner Taylor Dent ebenfalls kurzen Prozess.

Die weiteren Ergebnisse der US-Open:

Frauen:

Caroline Wozniacki (Dänemark/Nr. 9) - Swetlana Kusnezowa (Russland/Nr. 6) 2:6, 7:6 (7:5), 7:6 (7:3), damit Wozniacki im Viertelfinale gegen Oudin (USA)

Männer:

Fernando Verdasco (Spanien/Nr. 10) - John Isner (USA) 4:6, 6:4, 6:4, 6:4, damit Verdasco im Viertelfinale gegen Djokovic (Serbien/Nr. 4)

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