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Im Halbfinale bekommt es Roger Federer nun mit Novak Djokovic zu tun © Getty Images

Der Schweizer erreicht sein 22. Grand-Slam-Halbfinale in Folge, muss gegen Söderling aber kämpfen. Djokovic glänzt gegen Verdasco.

New York - Rekordmann Roger Federer verbessert weiter die eigenen Bestmarken und ist seinem sechsten US-Open-Titel in Folge trotz einiger Probleme ein Stück näher gekommen.

Während Ehefrau Mirka auf der Tribüne des Arthur Ashe Stadiums fleißig fotografierte, besiegte der Weltranglistenerste im Viertelfinale Robin Söderling (Schweden/Nr.12) in 2:33 Stunden mit 6:0, 6:3, 6:7 (6:8), 7:6 (8:6).

"Am Ende war es ganz schön eng. Vielleicht ging am Anfang alles zu einfach für mich. Robin wurde immer besser und hat gezeigt, was für ein guter Spieler er ist", sagte Federer.

Der 28-Jährige erreichte durch den Erfolg in New York zum 22. Mal in Folge das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers - wohl eine Bestmarke für die Ewigkeit.

"Etwas Besonderes für mich"

"Das ist schon etwas Besonderes für mich", freute sich Federer.

Als Zweitbester in dieser Kategorie kommt Ivan Lendl (USA/Tschechien) gerade mal auf zehn aufeinanderfolgende Halbfinals bei den vier großen Turnieren. Zuletzt war Federer bei den French Open 2004 in Paris in der dritten Runde gescheitert.

"Befreiung" für Djokovic

In der Runde der letzten Vier trifft Federer am Samstag auf den an Nummer vier gesetzen Novak Djokovic (DATENCENTER: Die US Open 2009). Der Serbe gewann bei der mit 21,6 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung mit 7:6 (7: 2), 1:6, 7:5, 6:2 gegen Fernando Verdasco (Spanien/Nr. 10).

"Es war eine Befreiung für mich. In diesem Jahr hatte ich bei den Grand Slams noch kein Halbfinale erreicht, das hat genervt", sagte der 22-jährige Djokovic.

Linkshänder Verdasco hatte in der dritten Runde Tommy Haas ausgeschaltet.

Viele Fehler bei Federer

Federer zeigte in einer Neuauflage des French-Open-Finals gegen Söderling zunächst eine souveräne Vorstellung und hatte nach einer knappen halben Stunde den ersten Durchgang gewonnen.

Doch im dritten Satz erlaubte sich der frischgebackene Vater, der noch nie gegen Söderling verloren hat, ungewöhnlich viele leichte Fehler.

Im Tiebreak verschenkte er sogar eine 4:0-Führung und musste im vierten Durchgang einen Satzball abwehren.

"Ich werde ein bisschen golfen gehen"

Djokovic, Australian-Open-Sieger von 2008, geht am "Super-Samstag" als Außenseiter in die Partie gegen den Branchenführer, der längst mit eigenem Privatjet um die Welt reist.

Allerdings hat der Weltranglistenvierte zwei der letzten drei Duelle gegen Federer gewonnen.

"Es wird auf die Tagesform ankommen. Ich werde ein bisschen golfen gehen, dann sehen wir weiter", sagte Djokovic. Der Turniersieger von Flushing Meadows erhält 1,6 Millionen Euro.

Wetterprognosen machen Sorgen

Sorgen bereiten dem Veranstalter unterdessen die Wetterprognosen für die nächsten Tage.

Für Freitag und Samstag sind regelmäßige Schauer angesagt. Eine für Donnerstagabend im größten Tennis-Stadion der Welt geplante Zeremonie mit dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton wurde bereits auf Sonntag verschoben.

Im vergangenen Jahr hatten die US Open wegen schlechten Wetters erstmals seit 1987 um einen Tag verlängert werden müssen.

Damals hatte Federer sein Finale gegen den diesmal vorzeitig gescheiterten Andy Murray (Großbritannien) erst am Montag bestreiten können.

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