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Der gebürtige Bayreuther Florian Mayer mischt seit 2001 bei den Tennisprofis mit © getty

Der Bayreuther entgeht dem schlechten Wetter und zieht in die zweite Runde ein. Die anderen Deutschen stoppt der Regen.

Melbourne - Herbstliche Temperaturen um die 15 Grad, bedeckter Himmel statt flirrender Sonne, immer wieder Regenpausen und am Ende gestrichene Spiele.

Die Australian Open in Melbourne haben am Montag einen Kaltstart hingelegt, wie er auch Wimbledon zur zweifelhaften Ehre gereichen würde.

Auch die deutschen Profis waren von diesem ungewöhnlichen Auftakt beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres betroffen. (Alle Tennis-News)

Nur Florian Mayer schaffte seinen 0:6, 2:6, 6:4, 6:2, 6:2-Erfolg im Duell zweier Bayreuther gegen Philipp Petzschner vor dem Einsetzen des Dauerregens am Nachmittag und zog damit als erster deutscher Profi in die zweite Runde der mit 15,5 Millionen Euro dotierten Veranstaltung ein.

Abbruch bei Kohlschreiber

Die weiteren sechs deutschen Profis konnten ihre Spiele nicht beenden.

Philipp Kohlschreiber führte in seinem Match gegen den Argentinier Horacio Zeballos 6:1, 4:3, 0:15, als die Partie unterbrochen wurde. Der Augsburger musste danach stundenlang vergeblich auf die Fortsetzung warten, ehe er um 22.00 Uhr Ortszeit ins Hotel durfte.

Rainer Schüttler und Anna-Lena Grönefeld harrten ebenfalls lange auf der Anlage aus, ehe feststand, dass sie an diesem Tag nicht mehr spielen. Die Matches von Katrin Wöhrle, Angelique Kerber und Daniel Brands wurden schon frühzeitig gestrichen.

"Solche Verhältnisse habe ich hier noch nie erlebt", sagte Mayer, der zum siebten Mal in Melbourne am Start ist. Auch seine Partie musste zwischenzeitlich unterbrochen werden. "Die Plätze werden rutschig, das ist wirklich gefährlich", sagte Petzschner.

"Riesenrespekt für Flo"

Die Verhältnisse nahm der 25-Jährige allerdings nicht als Ausrede für die Niederlage gegen Mayer, mit dem er noch am Freitag trainiert hatte. "Flo hat sehr gut gespielt, Riesenrespekt, wie er zurückgekommen ist", sagte Petzschner.

In den ersten beiden Sätzen konnte er Mayer mit seiner flachen Slice-Rückhand zur Verzweiflung bringen, bis sich das Blatt wendete.

"Da wurde ich vorgeführt und habe nicht mehr an den Sieg geglaubt", erzählte Mayer, "nach meinem Break im dritten Satz ist das Spiel dann gekippt. Glücklicherweise wurden wir vom Regen nicht mehr gestört, Philipp war so nett und hat das Match vorher schnell beendet."

Frühes Aus für Scharapowa

Regulär konnten nur die Matches unter den Dächern der beiden Hauptarenen durchgezogen werden, und dabei gab es gleich eine faustdicke Überraschung. Tennis-Beauty Maria Scharapowa schied durch eine 6:7 (4:7), 6:3, 4:6-Niederlage gegen ihre russische Landsfrau Maria Kirilenko aus.

Es war der erste Auftritt der lange verletzten 22-Jährigen in der Rod Laver Arena seit ihrem Triumph an gleicher Stelle 2008.

Auch Lokalmatadorin Jelena Dokic strich bereits in der ersten Runde die Segel. Die Australierin unterlag der Russin Alisa Kleybanova mit 1:6 und 5:7.

Henin siegt beim Comeback

Die weiteren Favoriten gaben sich allerdings keine Blöße. Publikumsliebling Kim Clijsters (Belgien), die erstmals seit 2007 wieder in Melbourne antritt, ließ beim 6:0, 6:4 der Kanadierin Valerie Tetreault keine Chance.

Ihre Landsfrau Justine Henin siegte bei ihrem Comeback nach 20 Monaten Pause 6:4, 6:3 gegen die Belgierin Kirsten Flipkins.

Kroatische Fans sorgen für Ärger

Bei den Männern setzten sich Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien), Andy Roddick (USA), Andy Murray (Großbritannien) und US-Open-Champion Juan Martin Del Potro (Argentinien) problemlos durch.

Als einziger Gesetzter ist der an Nummer 13 notierte Tscheche Radek Stepanek ausgeschieden, der dem Kroaten Ivo Karlovic in fünf Sätzen unterlag.

Am Rande dieses Spiels gab es Zuschauer-Unruhen. Elf Anhänger des Kroaten wurden daraufhin von Ordnungskräften der Anlage verwiesen.

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