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Maria Kirilenko schied bei den US Open 2009 im Viertelfinale aus © getty

Maria Scharapowa fliegt schon in Runde eins gegen eine Landsmännin raus. Mit der Siegerin bleibt ein Hingucker im Turnier.

Melbourne - Schon zum Auftakt haben die Australian Open ihren ersten spektakulären Favoritensturz erlebt.

Maria Scharapowa schied gegen ihre russische Landsfrau mit 6:7 (4:7) 6:3, 4:6 aus. So endete der Hype um das Comeback der blonden Tennismillionärin, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. 41181(DIASHOW: Die besten Bilder von Maria Scharapowa)

Zum ersten Mal seit ihren ersten beiden Grand-Slam-Turnieren in Melbourne und Paris 2003, damals im zarten Alter von 16 Jahren, blieb Scharapowa wieder bei einem der vier Majors im Auftaktmatch auf der Strecke.

Scharapowa will nicht aufgeben

Dazwischen lagen 24 Turniere mit den Höhepunkten der Siege in Wimbledon 2004, New York 2006 und Melbourne 2008. "Es war einfach ein schlechter Tag", sagte die Verliererin und kündigte entschlossen an: "Ich werde hier eines Tages wieder im Finale stehen."

Seit Mitte 2008 hatte Scharapowa mit Schulterproblemen zu tun, die eine Operation und eine neunmonatige Pause erzwangen. 2009 konnte sie ihren Titel in Australien deshalb nicht verteidigen und fiel aus den Top 100.

Nach dem Comeback im Mai kletterte sie immerhin wieder bis auf Rang 14. Den Winter nutzte sie zum Training.

"Die Schulter macht keinerlei Probleme mehr, ich habe einfach meine Chancen nicht genutzt", sagte Scharapowa, "ich muss das jetzt so hinnehmen und hart weiterarbeiten. Durch diese Niederlage lasse ich mich nicht davon abhalten, das zu tun, was ich liebe."(Alle Tennis-News)

Millionärin auch ohne Tennis

Nötig hätte sie das alles schließlich schon längst nicht mehr. Auch im Rekonvaleszenz-Jahr 2009 kassierte sie laut Forbes-Liste rund 20,5 Millionen US-Dollar.

Erst kürzlich hat sie einen neuen Deal mit ihrem Ausrüster geschlossen, der ihr in zehn Jahren 70 Millionen Dollar einbringen soll.

Werbepartner Tiffany ließ sie vor dem Turnier in Melbourne schnell noch eine Nobel-Filiale einweihen. Scharapowa verkörpert das Image der kühlen Blonden perfekt. Sucht man Fotos im Internet, spuckt Google 961.000 Ergebnisse aus.

Knall zum Jahresauftakt

Bei der nicht weniger ansehnlichen Maria Kirilenko ist es weniger als ein Zehntel davon.

Die Moskauerin, die am 25. Januar 23 Jahre alt wird und die drei Monate jüngere Scharapowa seit der Jugend kennt, hat bei weitem nicht deren Erfolge aufzuweisen.

"Als ich die Auslosung gesehen habe, dachte ich, ich könnte das Jahr mit einem Knall beginnen lassen", erzählt Kirilenko, "das ist mir gelungen."

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