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Tommy Haas liegt in der Weltrangliste derzeit auf Platz 17 © getty

Tommy Haas setzt sich gegen Simon Greul durch. Sabine Lisicki hat gegen ein Kroatin keine Probleme.

Melbourne - Die deutschen Tennisprofis haben mit den Spitzenspielern Tommy Haas und Sabine Lisicki in Melbourne ihr Losglück überwiegend genutzt und sind im Zehnerpack in die zweite Runde der Australian Open eingezogen.

Nachdem im verregneten Auftakt am Montag nur Florian Mayer sein Match (siegreich) beenden konnte, wurde am sonnigen Dienstag fast auf jedem der 21 Plätze Deutsch gesprochen.

Nicht weniger als 15 Matches fanden mit deutscher Beteiligung statt.

"Shaker" überrascht

Dabei sorgte Oldie Rainer Schüttler mit seinem 6:3, 2:6, 6:4, 6:3 über den an 25 gesetzten Amerikaner Sam Querrey für die größte Überraschung.

Haas setzte sich im deutschen Duell mit Simon Greul aus Stuttgart nach anfänglichen Problemen am Ende souverän mit 6:7 (5:7), 6:4, 6:2, 6:1 durch und spielt nun Donnerstag gegen den Serben Janko Tipsarevic.

Philipp Kohlschreiber bezwang in der Fortsetzung seines am Montag wegen Regens abgebrochenen Matches den Argentinier Horacio Zeballos mit 6:1, 7:5, 6:1.

Top-Duo ohne Probleme

Auch bei den Frauen war auf die Topspielerinnen Verlass. Die an 21 gesetzte Sabine Lisicki kam nach einem 6:1, 6:4 gegen Petra Martic (Kroatien) ebenso weiter wie Andrea Petkovic.

Die Darmstädterin bezwang Renata Voracova (Tschechien) mit 6:2, 6:4.

Sechs streichen die Segel

Erfolgreich waren auch Michael Berrer, Benjamin Becker sowie Angelique Kerber und Kristina Barrois.

Für Dieter Kindlmann, Daniel Brands und Mischa Zverev sowie Anna-Lena Grönefeld, Katrin Wörle und Tatjana Malek war das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres dagegen nach der Auftaktrunde im Einzel bereits beendet.

Verständnis von Petkovic

Die Diskussion um ihre Fed-Cup-Absage hat Sabine Lisicki spät am Abend nicht im Match behindert, sie ist mit sich im Reinen (Alle Tennis-News).

"Die Entscheidung fiel mir schwer, aber ich will mich jetzt auf mein Ranking konzentrieren", wiederholte die 20-Jährige.

Teampartnerin Andrea Petkovic, deren nächste Gegnerin die Spanierin Carla Suarez Navarro ist, hat grundsätzlich Verständnis geäußert: "Wenn man unter die Top 20 will, muss man wohl etwas egoistisch und trotzig sein."

Nur Gesundheit fehlt

Lisicki spielt nun am Donnerstag gegen die Italienerin Alberta Brianti. Im Achtelfinale könnte sie dann auf Serena Williams treffen.

Das könnte interessant werden. Auf die Frage, was denn noch fehle, um in die Top Ten zu kommen, antwortete die Blondine: "Gesundheit." Selbstvertrauen jedenfalls nicht.

Etwas aggressive, etwas flacher

So richtig wusste Tommy Haas nach den drei Niederlagen beim sportlich unbedeutenden Vorbereitungsturnier in Kooyong vor dem Match mit Greul noch nicht, wo er steht: "Das erste Match bei einem Grand Slam ist immer schwer, besonders gegen einen Landsmann, den man kaum kennt."

Haas unterliefen zu Beginn leichte Fehler, plötzlich war der Satz weg, und dann lag er im zweiten auch noch schnell ein Break zurück.

Aber genau in dieser Situation zeigte sich eben die Erfahrung des 31-Jährigen, der in Melbourne sein 43. Major-Turnier spielt: "Ich habe bei 1:4 ein bisschen Gas gegeben, aggressiver und flacher gespielt, das lief dann sehr gut."

Respekt vor "hart kämpfendem Schwein"

Nach dem Rebreak zum 3:4 hatte Greul keine Chance mehr, dennoch fand Haas lobende Worte für seinen 28 Jahre alten Gegner:

"Er ist ja kein gelernter Tennisspieler, der von Anfang an auf die Karriere vorbereitet wurde, sondern erst später dazu kam. Ich habe großen Respekt davor, wenn jemand wie ein Schwein kämpft und sich so nach vorne arbeitet."

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