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Sabine Lisicki erreichte 2009 in WImbledon das Viertelfinale © getty

Während Tommy Haas als einziger Deutscher Tag 4 übersteht, scheitert Sabine Lisicki an einer unbekannten Italienerin.

Melbourne - Auf Tommy Haas war wenigstens wieder Verlass.

Ein deutscher Tennisprofi nach dem anderen blieb am vierten Tag der Australian Open in Melbourne auf der Strecke - nur Haas kämpfte verbissen und am Ende erfolgreich gegen sein Schicksal und erreichte die dritte Runde.

In einem Fünf-Satz-Thriller rang er unter dem ohrenbetäubenden Jubel der meisten Zuschauer den Serben Janko Tipsarevic mit 4:6, 6:4, 6:3, 1:6, 6:3 in 3:19 Stunden nieder. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der Herren)

"Solche Matches sind der Grund, warum ich noch Tennis spiele", sagte der 31-Jährige.

Lisicki unterliegt Italienerin

Sabine Lisicki enttäuschte dagegen als zweite große deutsche Hoffnungsträgerin sich und ihre Fans tief. Die Berlinerin unterlag der Italienerin Alberta Brianti überraschend mit 6:2, 4:6, 4:6 und konnte noch Stunden später die Tränen nicht zurückhalten (Top-Duo Haas und Lisicki geht voran).

"Heute ist alles schiefgegangen, gar nichts hat geklappt", sagte sie mit feuchten Augen. 70 unerzwungene Fehler unterliefen der 20-Jährigen, die damit einen schmerzhaften Rückschlag bei ihrem Versuch hinnehmen musste, in die Top 20 vorzudringen (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der Damen)..

Petkovic gescheitert

Lisicki "krönte" mit ihrer Niederlage die Misserfolge der deutschen Spieler am vierten Tag des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres.

Neben der 20-Jährigen blieben auch Kristina Barrois (Stuttgart), Julia Görges (Bad Oldesloe) und Andrea Petkovic (Darmstadt) sowie Benjamin Becker (Orscholz) und Michael Berrer (Stuttgart) auf der Strecke.

"Kohli" gegen Nadal

Damit haben nur vier der 19 gestarteten deutschen Profis die ersten beiden Runden überstanden, doch auch ihnen droht angesichts der Gegner nun das Ende.

Am Freitag trifft in der Night Session (ab 9 Uhr LIVE) Philipp Kohlschreiber auf Titelverteidiger Rafael Nadal und Angelique Kerber auf die Weltranglisten-Dritte Swetlana Kusnezowa (Mayer und Kohlschreiber fordern die Stars ).

Zuvor spielt Florian Mayer gegen US-Open-Champion Juan Martin Del Potro.

Tsonga nächster Gegner

Haas' Gegner am Samstag ist der Weltranglisten-Zehnte Jo-Wilfried Tsonga.

"Der hat hier vor zwei Jahren im Finale gestanden, er ist schwer zu schlagen", sagte Haas, der den Freitag nutzen will, um seinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen.

Nach dran am Ausflippen

3:19 Stunden stand er in einer sportlichen und emotionalen Achterbahnfahrt auf dem

Platz und kassierte im fünften Satz sogar einen Punktabzug, weil er angeblich mit einem Ball nach einem Linienrichter geworfen haben soll.

"Ich war nicht so weit weg vom Ausflippen, es ist nicht so leicht, ruhig zu bleiben", gab Haas zu. Ein Schläger jedenfalls ging drauf, den er hinterher einem Fan schenkte.

Fünfter Matchball sitzt

Das ganze dramatische Hin und Her mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten kumulierte im fünften Satz. Fünf Mal in Folge nahmen sich beide Spieler den Aufschlag ab.

Haas ging 3:1 in Führung, konnte aber den Vorsprung nie halten. Bis zum fünften Matchball.

"Ich war schon nervös und habe einen schweren Arm bekommen, am Ende war es verdammt eng." Aber erfolgreich.

Prinz William sieht King Roger

Jedenfalls wäre dieses Match in der Margaret-Court-Arena die spannendere Unterhaltung für Seine Königliche Hoheit Prinz William gewesen, der den Australian Open im Rahmen seines Staatsbesuchs eine Stipvisite abstattete (Alle Tennis-News).

Der zukünftige Monarch des Vereinigten Königreiches sah stattdessen am Abend den glatten Drei-Satz-Sieg des Weltranglisten-Ersten Roger Federer, der wie alle anderen Topfavoriten weiterhin ungefährdet durch das Turnier marschiert.

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