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Roger Federer gewann 2009 vier Turniere, zwei davon Grand-Slam-Turniere © getty

Der Schweizer besiegt im Viertelfinale von Melbourne den "heißesten Spieler der Tour". Tsonga bezwingt "Djoko" in fünf Sätzen.

Melbourne - Ein kleiner Luftsprung, ein Lächeln Richtung Ehefrau Mirka - nach dem Matchball war Roger Federer die Erleichterung deutlich anzumerken.

Der Schweizer hatte bei den Australian Open in Melbourne durch den 2:6, 6:3, 6:0, 7:5-Erfolg über Nikolai Dawydenko nicht nur erneut das Halbfinale erreicht, sondern auch Platz eins in der Weltrangliste erfolgreich verteidigt. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse der Herren)

"Ich war nach dem Blick auf die Auslosung etwas besorgt, dass es diesmal schiefgehen könnte", sagte Federer nach seinem erneuten Erfolg, "Dawydenko war zuletzt der heißeste Spieler auf der Tour."

Tsonga "wohl fitter"

Zum 23. Mal hintereinander seit Wimbledon 2004 spielt Federer am Freitag das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

Sein Gegner ist Jo-Wilfried Tsonga. Der Franzose bezwang in der Night Session in einer Neuauflage des Finals von 2008 den an drei gesetzten Novak Djokovic mit 7:6 (10:8), 6:7 (5:7), 1:6, 6:3, 6:1.

"Novak hat in den ersten drei Sätzen unglaublich gespielt, aber ich war wohl fitter" sagte Tsonga, "jetzt spiele ich gegen den besten Spieler aller Zeiten, mal sehen, was ich da machen kann." (Murray entthront verletzten Nadal)

Magenprobleme behindern "Djoko"

Allerdings profitierte der Franzose im Viertelfinale nach dem dritten Satz von Magenproblemen bei Djokovic.

Der Serbe verschwand beim Stand von 0:2 in die Katakomben der Arena und musste sich medizinisch behandeln lassen. Er fand danach nicht mehr zu seiner Form der ersten drei Sätze zurück. 196926(DIASHOW: Bilder der 2. Woche)

Nach 3:53 Stunden hatte Tsonga zum zweiten Mal in seiner Laufbahn das Halbfinale eines Major-Turniers erreicht.

Besserer Start für Dawydenko

Federer hat da natürlich deutlich mehr zu bieten. Seinen unglaublichen Rekord kann 28-Jährige selbst kaum fassen kann: "Das ist auch für mich erstaunlich. Irgendwie bin ich immer in der Lage, bei den Grand-Slam-Turnieren Leistung zu bringen."

Zweimal in Folge hatte er zuletzt gegen Dawydenko verloren, in London beim ATP-Finale und beim Turnier in Doha. Der 28 Jahre alte Russe strotzte angesichts einer Serie von 13 Siegen in Folge vor Selbstvertrauen.

Zack - die Vorhand, patsch - die Rückhand. Ehe man sich versah, hatte Dawydenko den ersten Satz glatt gewonnen, führte 3:1 im zweiten und hatte drei weitere Breakbälle.

"Es kotzt mich an"

Den einfachsten schoss er unbedrängt aus nächster Nähe ins Netz. Es war die Wende, der Tennis-Gott hatte sich wieder mal für Federer entschieden.

Dawydenko hatte nach seinem Missgeschick die Partie praktisch schon verloren. 13 Spiele in Folge gab er ab, produzierte einen Fehler nach dem anderen, Federer praktisch keinen mehr.

"Das war alles scheiße, es kotzt mich an", sagte Dawydenko, "ich habe keine Ahnung, was da passiert ist. Ich habe gar nichts mehr getroffen."

Chinesinnen schreiben Geschichte

Auch bei den Frauen hatte sich die Nummer eins wieder ins Halbfinale gespielt, das bereits in der Nacht zum Donnerstag europäischer Zeit angesetzt ist.

Titelverteidigerin Serena Williams hatte mehr Mühe als erwartet, bis sie die Weißrussin Wiktoria Asarenka 4:6, 7:6 (7:4), 6:2 bezwungen hatte. Zuvor war Schwester Venus Williams durch die 6:2, 6:7 (4:7), 5:7-Niederlage gegen Li Na ausgeschieden. Das von vielen Fans erwartete Familienduell im Halbfinale war damit geplatzt.

Stattdessen schrieb Li Tennisgeschichte, denn erstmals erreichten zwei Spielerinnen aus China das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Bereits am Dienstag war Zheng Jie in die Runde der letzten Vier vorgestoßen.

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