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Julian Reister spielt seit dem Jahr 2005 auf der Profi-Tour © imago

Qualifikant Julian Reister tut es seinem Kumpel Tobias Kamke gleich und sorgt bei den French Open für eine Überraschung.

Paris - Sein Sandkastenfreund hatte es vorgemacht, da wollte Julian Reister nicht nachstehen.

Einen Tag nach dem Zweitrunden-Einzug von Tobias Kamke gelang Julian Reister bei den French Open eine noch größere Überraschung aus deutscher Sicht.

Ein wie entfesselt aufspielender Reister - wie der mit ihm befreundete Kamke Qualifikant und zum ersten Mal im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers - erteilte dem an 27 gesetzten Spanier Feliciano Lopez beim 6:1, 7:6 (7:5), 6:2 eine Lehrstunde. 240878(DIASHOW: Die Bilder der French Open)

"Ich bin überglücklich und genieße. Es kamen schon sehr viele Glückwünsche per SMS", sagte der Weltranglisten-165. aus Hartenholm in Schleswig-Holstein, der vor ein paar Tagen noch mit 39 Grad Fieber gespielt hatte.

Sollte Reister nun gegen Olivier Rochus aus Belgien gewinnen, würde als "Belohnung" das Duell mit Titelverteidiger Roger Federer warten. Für Reister wäre es "ein Traum" (DATENCENTER: French Open - Herren).

Beck gegen Wawrinka

Andreas Beck ist beim mit 16,8 Millionen Euro dotierten Turnier ebenfalls weiter. Der Stuttgarter besiegte in seinem Auftaktmatch den Italiener Paolo Lorenzi nach 2:39 Stunden mit 4:6, 6:3, 6:2, 6:2.

In der nächsten Runde trifft Beck auf den an Position 20 gesetzten Schweizer Stanislas Wawrinka.

Für Philipp Petzschner dagegen ist nach einem dramatischen Erstrunden-Match Schluss: Der australische Wildcardspieler Carsten Ball rang ihn nach knapp vier Stunden in fünf Sätzen mit 3:6, 6:7 (4:7), 6:2, 7:5, 9:7 nieder.

Kindlmann scheitert

"Lucky Loser" Dieter Kindlmann hat den Zweitrunden-Einzug bei den French Open in Paris trotz einer couragierten Vorstellung ebenfalls verpasst.

Der Weltranglisten-162. aus Sonthofen verlor gegen den an Position 13 gesetzten Gael Monfils (Frankreich) 3:6, 5:7, 7:6 (7:5), 2:6. Kindlmann lieferte dem Lokalmatador in dem 2:45 Stunden langen Spiel auf dem Court Philippe Chatrier zeitweise einen heißen Kampf.

Der 27-jährige Kindlmann hatte Florian Mayer ersetzt, der sich am Montagmorgen wegen eines Magen-Darm-Virus bei den Turnier-Organisatoren abmelden musste.

Auch Michael Berrer ist als siebter Deutscher in der ersten Runde ausgeschieden. Der Weltranglisten-42. aus Stuttgart unterlag in seinem Auftaktmatch dem US-Amerikaner Mardy Fish nach 3:16 Stunden mit 7:5, 4:6, 6:3, 1:6, 3:6.

Barrois und Malek draußen, Görges weiter

Für Kristina Barrois war die erste Runde ebenfalls Endstation. Die Weltranglisten-77. verlor mit 1:6, 6:7 (7:9), 3:6 gegen Tathiana Garbin aus Italien und vergab dabei im zweiten Satz gleich drei Matchbälle (DATENCENTER: French Open - Damen).

Auch Fed-Cup-Kollegin Tatjana Malek verlor ihr Auftaktmatch in Paris mit 2:6, 3:6 gegen Timea Bacsinszky aus der Schweiz.

Julia Görges dagegen ist als dritte Deutsche in die zweite Runde der French Open in Paris eingezogen.

Die 21-Jährige gewann mit 6:2, 6:3 gegen die Ungarin Melinda Czink. Nächste Gegnerin ist Branchenführerin Serena Williams. "Das heißt nicht, dass das Turnier für mich vorbei ist", sagt Görges selbstbewusst.

Kohlschreiber startet am Dienstag

Ein Quartett um Philipp Kohlschreiber steigt erst am Dienstag ins berühmteste Sandplatzturnier der Welt ein.

Die Turnierfavoriten zeigten bislang kaum Schwächen. Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz gelangen beim 6:4, 6: 2, 6:1 gegen Peter Luczak aus Australien 34 Gewinnschläge.

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