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Philipp Kohlschreiber hatte es im vergangenen Jahr ins Achtelfinale geschafft © getty

Philipp Kohlschreiber wehrt sich gegen Verdasco tapfer gegen das Aus, muss sich aber in fünf Sätzen geschlagen geben. Roddick fliegt raus.

Paris - Nach einem Wechselbad der Gefühle ist Philipp Kohlschreiber als letzter deutscher Tennisprofi bei den French Open in Paris ausgeschieden.

Der Davis-Cup-Spieler aus Augsburg verlor in der dritten Runde nach 4:02 Stunden mit 6:2, 3:6, 3:6, 7:6 (7:1), 4:6 gegen den an Position sieben gesetzten Fernando Verdasco (Spanien) und konnte seinen letztjährigen Achtelfinaleinzug in Roland Garros nicht wiederholen.

Die Entscheidung fiel, als Kohlschreiber im letzten Satz das Break zum 3:4 hinnehmen musste.

"Das Ausscheiden tut natürlich weh, aber ich war am Ende zu passiv und auch müde. Trotzdem habe ich mein Minimalziel erreicht", sagte der 26-Jährige.

Guter Start von Kohlschreiber

Dabei war Kohlschreiber, der vor der Partie im direkten Vergleich mit Verdasco 4:3 geführt hatte, beeindruckend stark gestartet.

Mit platzierten Grundschlägen und taktisch klugen Stopps kaufte der Weltranglisten-35. Kohlschreiber dem favorisierten Verdasco zunächst den Schneid ab.

Erster Satz für "Kohli"

Gleich drei Breaks gelangen "Kohli" im ersten Durchgang. Nach 50 Minuten verwandelte er seinen ersten Satzball.

In der Folge forcierte aber Linkshänder Verdasco den Druck und minimierte seine Fehlerquote erheblich. "Fernando hat einen der schnellsten Vorhandschläge überhaupt", lobte Kohlschreiber den Spanier. 240878(DIASHOW: Die Bilder der French Open)

Verdasco mit Blasen am Fuß

Im vierten Satz hatte es vorübergehend sogar nach einer Aufgabe Verdascos ausgesehen, nachdem er sich mehrere Minuten wegen Blasen am linken Fuß behandeln lassen musste.

Doch der Melbourne-Halbfinalist von 2009 biss sich durch, während Kohlschreiber den vermeintlichen Vorteil nicht nutzen konnte.

Reister verliert gegen Federer

Von insgesamt 17 gestarteten Deutschen hatten nur Kohlschreiber und Julian Reister die dritte Runde des mit 16,8 Millionen Euro dotierten Sandplatzturniers erreicht.

Der 24-jährige Reister hatte am Freitag gegen Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz (4:6, 0:6, 4:6) verloren.

Williams im Achtelfinale

Trotz gesundheitlicher Probleme ist indes die topgesetzte Serena Williams ins Achtelfinale eingezogen. Die 28-jährige US-Amerikanerin setzte sich mit 6:1, 1:6, 6:2 gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russland) durch.

Damit bleibt Serena Williams auch nach dem Turnier in Roland Garros die Nummer eins der Tennis-Welt. Bei einem frühen Ausscheiden hätte sie im Ranking theoretisch von ihrer Schwester Venus überflügelt werden können. (DATENCENTER: French Open - Damen)

Kreislaufprobleme bei Serena

Doch besonders im zweiten Durchgang wirkte Serena Williams geschwächt und hatte offenbar Kreislaufprobleme.

Die zwölfmalige Grand-Slam-Siegerin ließ daraufhin eine medizinische Betreuerin auf den Court rufen, die ihr beim Seitenwechsel den Puls fühlte und die Körpertemperatur überprüfte. Im dritten Satz fing sich die Branchenführerin.

Nadal ist weiter

Am Freitag hatte Serena Williams der deutschen Fed-Cup-Spielerin Julia Görges beim 6:1, 6:1 eine 55-minütige Lehrstunde erteilt.

Die Branchenführerin hat das berühmteste Sandplatzturnier der Welt bislang nur 2002 gewonnen.

Auch der Spanier Rafael Nadal gab sich keine Blöße und steht im Achtelfinale. Der viermalige French-Open-Sieger gewann gegen Lleyton Hewitt (Australien) 6:3, 6:4, 6:3. (DATENCENTER: French Open - Herren)

Roddick ist draußen

Der an Nummer sechs gesetzte Andy Roddick verpasste dagegen überraschend die Runde der letzten 16. Der US-Amerikaner, der als erster der Top-Ten-Spieler scheiterte, verlor gegen den Qualifikanten Teimuras Gabaschwili (Russland) 4:6, 4:6, 2:6.

Der in der Weltrangliste nur an Position 116 geführte Gabaschwili feierte durch seinen ersten Achtelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier den bisher größten Erfolg in seiner Karriere.

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