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Zwetana Pironkowa konnte in ihrer bisherigen Karriere noch kein WTA-Turnier gewinnen © getty

Williams und Clijsters sind draußen - Serena ist die letzte verbliebene Topfavoritin. Die Wachablösung setzt sich fort.

London - Neue Gesichter im Halbfinale der Frauen und eine alte Bekannte.

Bei den 124. All England Championships in Wimbledon trotzte allein Titelverteidigerin Serena Williams dem Aufstand der Außenseiter und einer kompletten Wachablösung, wie sie so ähnlich schon in Paris für Aufsehen gesorgt hatte (DATENCENTER: Wimbledon).

Fast gleichzeitig sind in der fünfmaligen Turniersiegerin Venus Williams und der Belgierin Kim Clijsters zwei große Favoritinnen ausgeschieden.

Stattdessen stehen sich am Freitag die Bulgarin Zwetana Pironkowa und Wera Swonarewa (Russland) gegenüber.

Das zweite Vorschlussrundenspiel bestreiten die dreimalige Siegerin Serena Williams und Qualifikantin Petra Kvitova (Tschechien).

Serena jetzt gegen Kvitova

Serena Williams setzte sich 7:5, 6:3 gegen die Chinesin La Ni durch und geht als haushohe Favoritin ins Match gegen die 20 Jahre alte Kvitova, die Kanepi nach Abwehr von fünf Matchbällen noch 4:6, 7:6 (10:8), 8:6 bezwang.

Für Kvitova ist das Erreichen ihres ersten Semifinales bei einem Grand-Slam-Turnier der bislang größte Erfolg ihrer Karriere.

Kein guter Tag für Venus

Die Weltranglisten-Zweite Venus Williams unterlag Pironkowa 2: 6, 3:6 und scheiterte damit erstmals seit 2006 wieder vor dem Endspiel.

"Ich habe keinen Ball ins Feld gespielt", sagte Venus Williams, die an der Church Road neben ihren fünf Titeln weitere dreimal im Endspiel stand, "heute war kein guter Tag für mich."

"Ein Traum" geht in Erfüllung

Die 25-jährige Swonarewa bezwang Clijsters 3:6, 6:4, 6:2 und erreichte damit zum zweiten Mal nach den Australian Open 2009 das Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier.

"Für mich ist es ein Traum, hier im Halbfinale zu stehen", sagte Swonarewa: "Als Kind habe ich Wimbledon immer im Fernsehen gesehen und freue mich sehr auf das Match."

Auch Pironkowa konnte ihr Glück kaum fassen. "Wimbledon ist für mich wie eine Religion, jeder will hier mal spielen", sagte die 22-Jährige:

"Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich jetzt im Halbfinale stehe."

Trend setzt sich fort

Pironkowa feierte mit dem unerwarteten Sieg den größten Erfolg ihrer Karriere.

Die 22-Jährige war zuvor nie über die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers hinausgekommen. In der Weltrangliste wird sie nur auf Platz 82 geführt. Swonarewa ist die aktuelle Nummer 21 im WTA-Computer 252801(DIASHOW: Die Bilder aus Wimbledon).

An der Church Road setzte sich damit ein Trend fort, der sich schon bei den French Open in Paris angedeutet hatte.

Dort standen sich im Finale in der späteren Siegerin Francesca Schiavone (Italien) und Samantha Stosur (Australien) ebenfalls zwei Außenseiterinnen gegenüber.

"Der Sport hat sich verändert"

"Frauen-Tennis ist jetzt auf einem sehr hohen Level, viele Spielerinnen sind sehr gut", sagte Swonarewa.

Auch die enttäuschte Kim Clijsters stellte fest: "Der Sport hat sich seit meinem Comeback verändert", sagte die Belgierin:

"Es ist gut, dass jetzt viele neue Namen da sind. Die Mädchen können alle gut spielen. Jetzt stehen sie hier mal im Rampenlicht."

Clijsters enttäuscht

Die an acht gesetzte Belgierin trat das erste Mal nach 2006 wieder in Wimbledon an.

Sie konnte im vergangenen Jahr bei ihrem Comeback auf der Tour nach ihrer Mutterpause sofort die US Open im Herbst gewinnen, der Traum vom ersten Triumph in Wimbledon blieb aber wie bei ihrer belgischen Kollegin Justine Henin noch unerfüllt.

"Ich bin natürlich enttäuscht", sagte Clijsters: "Ich war nicht in der Lage, bei den wichtigen Punkten mein bestes Tennis zu zeigen."

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