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Serena Williams gewann erstmals 2002 in Wimbledon © getty

Im Endspiel von Wimbledon lässt Serena Williams Wera Swonarewa keine Chance. Nur bis zum siebten Spiel hält die Russin mit.

London - Serena Williams hat bei den 124. All England Championships ihren Titel erfolgreich verteidigt und ihre Stellung als beste Tennisspielerin der Welt eindrucksvoll untermauert.

Die 28-Jährige bezwang im Endspiel vor 16.000 Zuschauern die Russin Wera Zwonarewa in einer weitgehend einseitigen Partie mit 6:3, 6:2 und feierte damit ihren insgesamt vierten Wimbledon-Titel.

Insgesamt war es bereits der 13. Grand-Slam-Sieg für die US-Amerikanerin, die damit mit Abstand die erfolgreichste unter allen noch aktiven Spielerinnen ist..

Billie Jean King übertrumpft

Nach 1:07 Stunden verwandelte Williams ihren ersten Matchball, warf ihren Schläger in die Höhe und hüpfte ausgelassen an der Grundlinie - Siege werden für die 28-Jährige eben keine Routine..

"Dieser Erfolg ist sehr speziell für mich", sagte Williams und schaute auf die Ehrentribüne, wo Billy Jean King saß: "Hey Billy, ich habe dich überholt."

Die legendäre Amerikanerin hatte in ihrer Karriere 12 Grand-Slam-Titel gewonnen. Serena steht jetzt allein auf Platz sechs der erfolgreichsten Spielerinnen aller Zeiten.

Bei 4:3 zieht Serena davon

Swonarewa stand das erste Mal in ihrer Karriere in einem Grand-Slam-Finale. Sie war die erste Russin im Wimbledon-Endspiel seit dem Sieg von Maria Scharapowa.

Die 25-Jährige konnte allerdings trotz der Sympathien der meisten Zuschauer nur bis zum Stand von 3:4 einigermaßen mit der Power von Williams mithalten. (DATENCENTER: Wimbledon)

"Ich bin jetzt etwas enttäuscht, dass ich nicht mein bestes Tennis zeigen konnte", sagte Swonarewa bei der Siegerehrung, "aber Serena hat es einfach nicht zugelassen."

"Fühle mich gesegnet"

Nach dem Break zum 5:3 nach einem großartigen Passierball von Williams aus vollem Lauf war der erste Satz entschieden. Gleich anschließend gab Swonarewa auch ihr erstes Aufschlagspiel im zweiten Satz ab und hatte von da an keine Chance mehr.

"Als ich das erste Mal nach Wimbledon kam, wollte ich unbedingt einmal hier gewinnen", sagte Serena Williams, "ich fühle mich gesegnet, dass ich es jetzt schon viermal geschafft habe."

Elfmal Williams ganz oben

Sie setzte damit gleichzeitig die eindrucksvolle Dominanz des Williams Clan an der Church Road fort.

Gemeinsam mit ihrer Schwester Venus, die in diesem Jahr bereits im Viertelfinale gescheitert war, hat sie seit dem Jahr 2000 elfmal das wertvollste Tennisturnier der Welt gewonnen.

Serena Williams verlor im Turnier keinen Satz und gab insgesamt nur dreimal ihr Service ab, im Finale erlaubte sie Swonarewa keinen einzigen Breakball und schlug neun Asse. Damit erhöhte sie ihre eigenen Turnierrekord auf insgesamt 89 Asse. "Ich weiß auch nicht, warum ich hier so gut serviere", meinte die Siegerin, "ich komme hier auf dieses Gras und es läuft."

Swonarewa macht großen Sprung

Swonarewa verbesserte sich durch den größten Erfolg ihrer Laufbahn von Platz 21 der Weltrangliste auf Rang 9 und kassiert ein Preisgeld von 500.000 Pfund (etwa 600.000 Euro).

"In ein paar Stunden kann ich mich darüber freuen, was ich hier geschafft habe", sagte Swonarewa, die im Vorjahr eine lange Zwangspause wegen einer Knöchel-OP erdulden musste.

"Ich bin froh, dass mein Arzt, ohne den ich nicht hier gewesen wäre, zum Spiel gekommen ist", sagte sie.

Williams bleibt natürlich die Nummer eins und darf sich über eine weitere Million Pfund Preisgeld (1,21 Millionen Euro) freuen.

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