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Björn Phaus bislang beste Weltranglistenposition war Platz 59 © getty

Alle bislang bei den US Open aufgetretenen Deutschen sind schon wieder raus. Die deutschen Hoffnungsträger greifen am Dienstag ein.

New York - Vier Spiele, vier Niederlagen und Ärger mit einem störrischen Physiotherapeuten:

Im Glutofen von Flushing Meadows haben die deutschen Tennisprofis einen klassischen Fehlstart hingelegt.

Simon Greul und Björn Phau sowie Angelique Kerber und Kristina Barrois scheiterten bei den mit 22,6 Millionen Dollar dotierten US Open in New York bereits in der ersten Runde. (DATENCENTER: Die Ergebnisse der US Open)

Der 29 Jahre alte Greul unterlag Richard Gasquet (Frankreich) 3:6, 4:6, 2:6. Phau leistete noch die meiste Gegenwehr, zog aber gegen Ricardo Mello aus Brasilien mit 4:6, 5:7, 6:4, 6:7 (4:7) den Kürzeren.

Die Weltranglisten-46. Kerber musste sich der Argentinierin Gisela Dulko 3:6, 1:6 beugen, während Fed-Cup-Spielerin Barrois 4:6, 1:6 gegen Anastasia Pawlutschenkowa (Russland/Nr. 20) verlor.

Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres gingen insgesamt 16 Deutsche (elf Männer/fünf Frauen) an den Start.

Greul sauer auf Physiotherapeuten

Bei Temperaturen von 34 Grad Celsius war besonders Greul nach seiner Pleite verärgert. Allerdings weniger über seine Leistung, als vielmehr über einen sturen Physiotherpeuten, der eine Blockade im Nackenbereich von Greul während des Spiels nicht lösen wollte.

"Ich habe ihn darum gebeten. Aber er meinte, dass sei zu gefährlich. Das war schon eine komische Geschichte", sagte der Stuttgarter, den die Blessur vor allen Dingen beim Aufschlag behinderte:

"Ich konnte kaum nach oben schauen."

Fokus schon auf 2011

Die mehrminütige Diskussion beim Stand von 3:3 im zweiten Satz brachte Greul aus dem Konzept. Unmittelbar im Anschluss daran musste der Weltranglisten-84. das Break hinnehmen.

Erst beim Stand von 0:4 im dritten Durchgang kam ein anderer Physio auf den Court und kam Greuls Wunsch nach. Nach dem frühen Aus in New York zog der Schwabe ein unbefriedigendes Saisonfazit.

Greul: "Ich kann mit dem Jahr nicht zufrieden sein, aber 2011 will ich nochmal angreifen."

Kohlschreiber sucht neuen Coach

Die deutschen Hoffnungen im Big Apple ruhen nun auf den beiden Topspielern Philipp Kohlschreiber und Andrea Petkovic, die erst am Dienstag ins Turnier einsteigen.

Beide verbindet derzeit eins: Sie haben vor dem letzten Grand Slam des Jahres einige Probleme.

Dem Weltranglisten-31. Kohlschreiber wurde vor einigen Wochen zwar die Ehre zuteil, ein paarmal mit Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) zu trainieren. Allerdings blieb die Suche nach einem Coach bislang erfolglos.

Schulterverletzung rechtzeitig auskuriert

Und das, obwohl der Davis-Cup-Spieler eine ungewöhnliche Stategie wählte und in der ATP-Zeitung "Players Weekly" eine Annonce schaltete.

"Dieses Thema schwirrt mir derzeit im Kopf herum, ich würde es gerne abhaken. Ich möchte Anfang nächsten Jahres mit einem neuen Trainer in die Australien-Reise starten und dann voll angreifen", sagte Kohlschreiber.

Seine Schulterverletzung, die ihn vor knapp zwei Wochen zur Absage des Achtelfinals von Cincinnati gegen Federer gezwungen hatte, macht "Kohli" vor dem deutschen Erstrunden-Duell gegen Tobias Kamke kaum mehr Sorgen.

Petkovic muss Rückschläge verarbeiten

Auch die deutsche Nummer eins Petkovic befindet sich momentan in einem Findungsprozess. "Ich bin dabei, mein Spiel umzustellen. Ich möchte in Zukunft variabler agieren", sagte die Weltranglisten-38., die zuletzt einige Rückschläge hinnehmen musste.

Bei den jüngsten drei Turnieren hatte Einser-Abiturientin Petkovic schon früh unerwartet deutliche Niederlagen kassiert.

"Aber ich habe ja eine Erklärung dafür. Es ist eben nicht so einfach, das neue Konzept in einem Match durchzuziehen. Wenn es nicht läuft, verfällt man leicht in alte Muster", sagte die 22-Jährige.

In Runde eins trifft sie auf die an Position 17 gesetzte Nadja Petrowa (Russland).

Favoritinnen ohne Probleme

Keine Blöße gaben sich am ersten Tag Titelverteidiegerin Kim Clijsters beim 6:0, 7:5 gegen Greta Arn aus Ungarn. (279439DIASHOW: Die Favoriten der US Open)

French-Open-Siegerin Francesca Schiavone besiegte Ayumi Morita (Japan) 6:1, 6:0.

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