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Roger Federer peilt in New York seinen 17. Grand-Slam-Titel an © getty

Andreas Beck unterliegt Federer, auch drei weitere Deutsche sind raus. Andrea Petkovic zieht in die dritte Runde der US Open ein.

New York - Noch bevor die Ausläufer von Wirbelsturm "Earl" New York erreicht hatten, verabschiedeten sich Andreas Beck, Sabine Lisicki und Julia Görges in Windeseile von den US Open.

Das Trio konnte seine Außenseiterchancen im letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres nicht nutzen und schied in der zweiten Runde von Flushing Meadows aus. (DATENCENTER: Die Ergebnisse der US Open)

Im größten Tennis-Stadion der Welt steigerte sich Davis-Cup-Spieler Beck in seinem ersten Duell mit Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) zwar. Die erwartete Lehrstunde bekam der Linkshänder aus Stuttgart beim 3:6, 4:6, 3:6 trotzdem erteilt.

Petschner unterliegt Djokovic

In der Night Session verpasste Philipp Petzschner eine Überraschung und schied in der zweiten Runde aus.

Der 26-Jährige aus Bayreuth unterlag dem an Position drei gesetzten Novak Djokovic 5:7, 3:6, 6:7 (6:8). Am Freitag absolvieren noch Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber und Benjamin Becker ihre Zweitrundenpartien.

Der Weltranglisten-52. Petzschner bot Djokovic lange Zeit Paroli. In den entscheidenden Phasen war der Serbe im mit rund 17.000 Zuschauern gefüllten Arthur-Ashe-Stadium aber der konstantere Spieler.

Petkovic in Runde drei

Weiter ist dagegen Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic. Die Darmstädterin siegte nach Abwehr von drei Matchbällen 3:6, 6:3, 7:5 gegen US-Profi Bethanie Mattek-Sands und hat als erster deutscher Tennisprofi die dritte Runde der US Open in New York erreicht.

Nächste Gegnerin von Petkovic ist überraschend Shuai Peng aus China, die die an Position neun gesetzte Polin Agnieszka Radwanska mit 2:6, 6:1, 6:4 besiegte.

Für Petkovic ist es der erste Drittenrunden-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier. Die Weltranglisten-38. erlebte auf dem Grandstand ein Wechselbad der Gefühle. Beim Stand von 4:5 im dritten Satz wehrte Petkovic drei Matchbälle ab.

K.o. für Lisicki und Görges

Wenige Stunden zuvor hatte Lisicki ebenfalls im 23.771 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadium mit 1:6, 6:7 (5:7) gegen Wimbledon-Finalistin Vera Swonarewa aus Russland verloren.

Nur einen Steinwurf vom 23.771 Zuschauer fassenden Arthur-Ashe-Stadium entfernt verlor zeitgleich auf dem kleinen Court vier Görges mit 4:6, 5:7 gegen die letztjährige US-Open-Halbfinalistin Yanina Wickmayer (Belgien/Nr. 15).

Beck zu ehrfürchtig

Damit haben nur noch 5 von 16 gestarteten deutschen Tennisprofis die Chance, in die dritte Runde von Flushing Meadows einzuziehen.

Beck konnte auf großer Bühne nur langsam seine Ehrfurcht vor dem Weltranglistenzweiten Federer ablegen: Gleich zu Beginn musste der Deutsche zwei Breaks in Folge hinnehmen.

In der Folge haderte Beck mit den windigen Bedingungen und Schmerzen im Ellbogen, die ihn zu Jahresbeginn bereits zu einer monatelangen Pause gezwungen hatten.

"Werde New York mit Selbstbewusstsein verlassen"

Zwei Tage nach ihrem souveränen Auftaktsieg erwies sich Hoffnungsträgerin Lisicki lange Zeit als Nervenbündel.

Die Berlinerin, die nach einer viereinhalbmonatigen Pause wegen einer Knöchelblessur erst vor wenigen Wochen ihr Comeback gefeiert hatte, brachte nur ein einziges Aufschlagspiel durch und wurde achtmal gebreakt - und leistete sich gegen die Weltranglistenachte Swonarewa 43 unerzwungene Fehler

"Die Enttäuschung ist da. Aber es überwiegt die Freude, weil ich im zweiten Satz gut gespielt habe", meinte Lisicki: "Ich werde New York mit viel Selbstbewusstsein verlassen."

Chance zum Satzgewinn gegeben

Die fehlende Matchpraxis war der in der Weltrangliste von Position 22 auf 94 abgestürzten Lisicki deutlich anzumerken. Nach einem verpatzten ersten Satz steigerte sich die Bollettieri-Schülerin dann aber, konnte im zweiten Durchgang eine 5:4-Führung allerdings nicht nutzen.

Dennoch erinnerte sie in einigen Phasen mit ihren kraftvollen Grundschlägen an die "alte Lisicki".

Görges wieder in Runde zwei raus

Die Weltranglisten-44. Görges, die Ende Juli in Bad Gastein ihren ersten Einzel-Titel auf der WTA-Tour gewonnen hatte, leistete der favorisierten Wickmayer harte Gegenwehr.

Jeweils ihr letztes Aufschlagspiel musste Görges in den beiden Sätzen abgeben. "Daran muss ich weiter arbeiten, damit ich auch einmal solch eine Top-20-Spielerin schlage", meinte die 21-Jährige.

Letztlich ließ sich die Belgierin aber auch vom neongelben Outfit von Görges nicht ablenken und verwandelte ihren zweiten Matchball. Damit muss die Deutsche weiter auf ihren ersten Drittrunden-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier warten.

Wozniacki gibt kein Spiel ab

Die topgesetzte Caroline Wozniacki ist im Eiltempo in die dritte Runde der US Open in New York eingezogen und darf weiter vom Sturm auf den Tennis-Thron träumen.

Die 20-jährige Dänin benötigte für das 6:0, 6:0 gegen die völlig überforderte Taiwanesin Kai-Chen Chang nur 47 Minuten. Nächste Gegnerin von Vorjahresfinalistin Wozniacki ist deren Landsfrau Yung-Jan Chan.

Wozniacki, die noch auf ihren ersten Grand-Slam-Titel wartet, könnte mit einem Turniersieg in Flushing Meadows erstmals in ihrer Karriere die Spitze der Weltrangliste erobern.

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