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Tennisstar Maria Scharapowa konnte 2008 die Australian Open gewinnen © getty

Die Tennis-Diva wird von einem nervtötenden "Journalisten" belästigt. Es handelt sich wohl um einen geschmacklosen Scherz.

Melbourne - Der Erstrundensieg gegen Tamarine Tanasugarn war für Maria Scharapowa ein Spaziergang, danach begann der Spießrutenlauf. (DATENCENTER: Die Australian Open)

Die Russin fühlt sich von einem neuseeländischen "Journalisten" belästigt, der in ihrer Pressekonferenz bei den Australian Open in Melbourne auftauchte.

"Oh Gott, Sie verfolgen mich, das ist nicht richtig", sagte die Russin, die den Mann als "Stalker" bezeichnete.

Schon beim Spiel in der Rod-Laver-Arena hatte der exzentrisch gekleidete Neuseeländer jedoch ein Pappschild mit der Aufschrift "Ich bin kein Stalker" präsentiert und behauptete in der Pressekonferenz:

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Es ist kein Stalking, wenn man jemanden liebt." Scharapowa erwiderte: "Doch, kann es sein, glaub mir."

Opfer einer Comedy-Show?

Tatsächlich ist die inzwischen 23 Jahre alte ehemalige Weltranglisten-Erste offenbar das Opfer einer neuseeländischen TV-Sport-Comedyshow namens "The Crowd Goes Wild", für die James McOnie als "Reporter mit eigenem, speziellem Ansatz" arbeitet.

Seit dem WTA-Turnier in Auckland vor zwei Wochen (DATENCENTER: Die WTA-Turniere 2011) verfolgt er Scharapowa mit durchgeknallten Fragen, die wohl lustig sein sollen.

Ob sie einen persönlichen Einkaufsberater habe, wegen ihres "unfehlbaren Geschmacks" fragte er. Am vergangenen Wochenende wollte er wissen: "Verbringst du oft Zeit mit Anna Kurnikowa im Klub der heißen Russinnen?"

Stalker mit Akkreditierung

Bei den Australian Open hat McOnie eine ordentliche Akkreditierung. Am Dienstag gab es noch keine Entscheidung, ob ihm diese entzogen wird oder er mit einer Verwarnung davonkommt.

Auch ein offizielles Statement des Turniers gab es zunächst nicht. Für Scharapowa ist die Sache jedoch klar: "Sie sollten nicht hier sein."

Die Russin ist es gewohnt, besonders in der Öffentlichkeit zu stehen, seit sie als 17-Jährige Wimbledon gewann. Ihre Vermarktung läuft insbesondere über ihr Aussehen 336559(DIASHOW: So sexy sind die Australian Open).

Bislang keine Probleme mit Störenfrieden

Maria Scharapowa gilt als bestverdienende Sportlerin der Gegenwart und trotz des Triumphes bei drei Grand-Slam-Turnieren stammt der Großteil ihrer Millionen aus Werbeverträgen.

Mit einem Stalker hatte sie trotz ihrer andauernden Medienpräsenz allerdings nie ein Problem, sagte sie zu McOnie: "Nicht bevor Sie hier auftauchten."

Auch Hingis und Williams wurden Opfer

Was sich offenbar als inszenierte Comedy-Nummer entpuppt, hat allerdings einen ernsten Hintergrund.

Die überwiegend weiblichen Opfer leiden oft unter Schreckhaftigkeit, Angstsymptomen und Schlafstörungen. Viele reagieren situationsbedingt unbegründet aggressiv, einige erkranken an Depressionen.

Unter weiblichen Tennisstars sind bereits die Inderin Sania Mirza, Martina Hingis und Serena Williams Opfer von "echten" Stalkern geworden 117355(DIASHOW: Sportler als Verbrechensopfer).

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