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Auf Andrea Petkovic wartet nun Venus Williams © getty

Bis auf ein Damen-Duo gibt's für die DTB-Cracks bei den Australien Open nichts zu holen. Nun aber warten zwei Knaller-Aufgaben.

Melbourne - Das "schwache Geschlecht" ganz stark, die Männer eine Enttäuschung:

Andrea Petkovic und Julia Görges haben am dritten Tag der Australian Open in Melbourne mit dem Einzug in die dritte Runde die deutsche Ehre gerettet und dürfen sich nun auf Topmatches gegen Venus Williams und Maria Scharapowa freuen.

Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer sind dagegen sang- und klanglos gescheitert.

Zwölf der 13 gestarteten deutschen Herren waren damit breits ausgeschieden. (DATENCENTER: Die Australian Open)

Petkovic mit Anfangssorgen

Petkovic setzte sich nach großen Anlaufproblemen mit 2:6, 7:5, 6:0 gegen die britische Qualifikantin Anne Keothavong durch. Görges bezwang die Weltranglisten-21. Kaia Kanepi (Estland) 6:4, 3:6, 6:4.

Zuvor hatte Kohlschreiber 6:4, 2:6, 3:6, 4:6 gegen den tschechischen Wimbledon-Finalisten Tomas Berdych verloren.

Mayer wiederum verpasste es durch die 3:6, 4:6, 6:0, 3:6-Niederlage gegen den Japaner Kei Nishikori, seinen Auftaktsieg gegen Nikolai Dawydenko zu bestätigen.

Görges überglücklich

"Ich bin zufrieden, es geht ums Gewinnen. Spielerisch war es sicherlich keine Glanzleistung von mir", sagte Petkovic, nachdem sie sich durchgekämpft hatte, "gegen Venus muss ich mich natürlich steigern."

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Überglücklich war die 22 Jahre alte Görges über ihren Erfolg: "Es tut gut, eine gesetzte Spielerin geschlagen zu haben, und auch bei einer Niederlage hätte ich mir nichts vorwerfen können."

Görges und Petkovic haben durch ihr fotogenes Äußeres ohnehin schon besondere Aufmerksamkeit, die nun auch durch den sportlichen Erfolg untermauert wird.

Nun "Beauty-Duell" gegen Scharapowa

Görges steht zum ersten Mal in ihrer Laufbahn in der dritten Runde eines Grand Slams und war entsprechend glücklich: "Das war einer der besten Siege meiner Karriere."

Auf das Match gegen die Blondine aus Russland freut sich die Brünette aus Holstein bereits: "Sie ist ein Champ und hat einen großen Namen. Im letzten Jahr hatte ich schon mal einen Satzball gegen sie, da habe ich gemerkt, was möglich ist."

Das Duell der Tennis-Beauties wird auch deshalb interessant, weil Görges Teile einer Scharapowa-Kollektion tragen darf. "Ich kenne sie, sie kann sehr hart schlagen", sagt Scharapowa, "und sie hat im Match gegen mich nichts zu verlieren." (338175DIASHOW: Die Australian Open)

Petkovic heiß auf Venus

Das trifft auch auf Petkovic zu, die gegen die Weltranglisten-Vierte Venus Williams ebenfalls als krasse Außenseiterin ins Spiel geht.

Die US-Amerikanerinerin erlitt Mittwoch eine schmerzhafte Zerrung am Hüftbeuger. "Ich muss einfach versuchen, mich bis Freitag zu erholen", sagte sie, "hoffentlich komme ich durch."

"Durchgekommen" ist am Mittwoch auch Petkovic, die zunächst überhaupt nicht ins Spiel fand und nach verlorenem ersten Satz wütend den Schläger zu Boden warf.

Schmerzhafte Fußverletzung

"Der Ärger musste raus, ich hatte einfach einen ganz schlechten Tag", so die 23-Jährige, die sich zudem zu Beginn des zweiten Satzes schmerzhaft am Fuß verletzte.

"Ich bin gespannt, wie die Bälle von Venus auf mich zukommen, wahrscheinlich schnell", meinte die Hessin.

Und ergänzte: "Es wird auf jeden Fall eine neue Erfahrung."

Kohlschreiber außer Form

Die deutschen Männer hatten insgesamt eine sehr schwere Auslosung mit vielen gesetzten Gegnern.

Kohlschreibers eigener Anspruch ist aber, zu Spielern wie Berdych aufzuschließen. "Solche Leute muss man auch mal schlagen, wenn man weiter nach oben will", sagte er nach seiner Niederlage.

Gelungen ist ihm das in letzter Zeit selten. Der 27-Jährige hat auf Turnieren nur zwei der letzten 15 Matches gegen Kontrahenten gewonnen, die zu den Top 10 gehören.

Dawydenko-Coup hinterlässt Spuren

Mayer klagte nach dem Match gegen den 21 Jahre alten Nishikori, der in Florida bei Nick Bollettieri ausgebildet wird, über einen müden Kopf und müde Beine: "Das Match gegen Dawydenko hat da seine Spuren hinterlassen."

Nie konnte er Nishikori sein Spiel aufzwingen. "Ich bin ein viel besserer Spieler als vor einem Jahr", sagte Mayer noch am Montag. Davon war am Mittwoch wenig zu sehen.

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