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Roger Federer setzte sich in fünf Sätzen gegen den Franzosen Gilles Simon durch © getty

Gilles Simon liefert der Nummer zwei der Welt einen großen Kampf. Nun wartet Malisse. Verdasco muss Matchbälle abwehren.

Von Olaf Mehlhose

München/Melbourne - Roger Federer wankte, aber er fiel nicht.

Der Weltranglisten-Zweite hat sich bei den Australian Open in einer hochklassigen Partie mit 6:2, 6:3, 4:6, 4:6, 6:3 gegen Gilles Simon durchgesetzt.

In der driten Runde wartet auf den Titelverteidiger nun Xavier Malisse, der sich beim 6:4, 6:1, 6:0 über Albert Montanes in glänzender Form präsentierte.

Auch Fernando Verdasco musste bei seinem Fünf-Satz-Sieg über Janko Tipsarevic sein gesamtes Können abrufen.

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Federer startet stark

Federer spielte in den ersten beiden Sätzen wie aus einem Guss und sicherte sich die beiden Durchgänge nahezu mühelos.

Doch dann bewies Simon, warum er die ersten beiden Aufeinandertreffen mit "FedEx" gewonnen hatte.

Der wieselflinke Franzose brachte fast jeden Ball zurück und schaffte es immer wieder, Federer durch blitzschnelles Umschalten von Defensive auf Offensive zu überraschen.

Zudem unterliefen Federer nun auch einige Fehler, so dass Simon der Satz-Ausgleich gelang.

Sensation liegt in der Luft

Zu Beginn des fünften Satzes sah es sogar kurzzeitig nach einer Überraschung aus, als Simon beim Stand von 1:1 mit 30:0 bei Federers Aufschlag vorne lag. Doch Federer bewies in dieser brenzligen Phase Nervenstärke und machte vier Punkte in Folge.

Das entscheidende Break gelang dem Schweizer, als er im sechsten Spiel einen zu lang geratenen Volley-Stop Simons mit viel Übersicht an dem Franzosen vorbei schob.

Auch wenn Simon nochmal alles in die Waagschale warf - Federer ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und verwandelte seinen fünften Matchball.

Verdasco vor dem Aus

Noch knapper ging es im Spiel von Verdasco und Tipsarevic zu. Mit einem 2:6, 4:6, 6:4, 7:6(7:0), 6:0-Sieg entging der an Nummer neun gesetzte Spanier gerade noch einem vorzeitigen Ausscheiden.

Allerdings musste der Halbfinalist von 2009 gegen den Davis-Cup-Sieger von 2010 zunächst drei Matchbälle abwehren, bevor er den Einzug in die dritte Runde perfekt machen konnte.

Dort muss sich Verdasco mit Florian-Mayer-Bezwinger Kei Nishikori auseinandersetzen.

Tipsarevic serviert zum Matchgewinn

Im vierten Satz deutete alles auf eine Überraschung hin.

Tipsarevic hatte zweimal die Chance, die Partie mit eigenem Service zu beenden. Doch als Verdasco sich in den Tie-Break gerettet und diesen mit 7:0 gewonnen hatte, war die Partie gelaufen.

Im letzten Satz leistete der Serbe kaum noch Gegenwehr: Der Spanier machte 32 der letzten 37 Punkte und schaffte es zum dritten Mal in seiner Karriere, einen 0:2-Satz-Rückstand noch in einen Sieg umzuwandeln.

Roddick nur im ersten Satz gefordert

Andy Roddick hingegen bleibt in Melbourne ohne Satzverlust. Mit dem Russen Igor Kunizyn hatte der ehemalige US-Open-Champion beim 7:6, 6:2, 6:3-Erfolg nur im ersten Satz Probleme - im Tie Break musste er gegen die Nummer 99 der Weltrangliste zwei Satzbälle abwehren.

Nach zwei Stunden und vier Minuten beendete Roddick die Partie standesgemäß mit einem Ass. Insgesamt produzierte Roddick 16 direkte Gewinnschläge mit eigenem Service, sein Aufschlag musste er während der gesamten Partie kein einziges Mal abgeben.(DATENCENTER: Die Australian Open)

"Ich treffe den Ball gut", sagte sich der 28-Jährige: "Ich schlage gut auf und bin bisher in der Lage, die Matches dadurch zu kontrollieren. Das ist immer eine gute Sache für mich."

In der nächsten Runde trifft Roddick auf den Niederländer Robin Haase, der Juan Monaco mit 6:4, 6:4, 3:6, 6:2 ausschaltete.

Fish unterliegt Robredo

Der Weltranglisten-16. Mardy Fish schaffte es jedoch nicht, seinem Landsmann in die dritte Runde zu folgen. Gegen Tommy Robredo stand der 29-Jährige beim 6:1, 3:6, 3:6, 3:6 auf verlorenem Posten.

Dafür schafften mit Ivan Ljubicic - 6:3, 6:7, 6:4, 7:6 über Benoit Paire - und Gael Monfils der Frederic Gil leicht mit 6:4, 6:3, 1:6, 6:2 aus dem Rennen warf, zwei weitere Favoriten den Sprung unter die letzten 32.

Der an Nummer drei gesetzte Serbe Novak Djokovic bezwang im Balkan-Duell den Kroaten Ivan Dodig mit 7:5, 6:7, 6:0, 6:2.

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