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Benjamin Becker unterliegt dem Ukrainer Alexandr Dolgopolow in vier Sätzen © getty

Mit Benjamin Becker ist der letzte der deutschen Herren bei den Australian Open ausgeschieden. Auch Barrois ist draußen.

Melbourne - Die Reihen lichten sich.

Am Donnerstag erwischte es auch noch den letzten der 14 gestarteten deutschen Tennis-Herren.

Benjamin Becker hatte die zweifelhafte Ehre, das kollektive Aus in den ersten beiden Runden der Australian Open in Melbourne zu komplettieren. 3:6, 0:6, 6:3, 6:7 (3:7) lautete das Ergebnis gegen den Ukrainer Alexander Dolgopolow. (338175DIASHOW: Die Australian Open)

Da auch Kristina Barrois mit 2: 6, 2:6 gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa verlor, gab es am vierten Tag des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres aus Sicht des Deutschen Tennis Bundes (DTB) nichts zu feiern. (DATENCENTER: Die Australian Open)

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Historisches Tief

"Es ist natürlich auch unser Anspruch, die zweite Runde zu erreichen", sagte Becker auch stellvertretend für seine Kollegen, "aber die Leistungsdichte ist enorm groß und wir hatten auch viel Lospech mit ganz starken Gegnern."

Das Abschneiden der Männer ist das schlechteste deutsche Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier seit den French Open 2008, als keiner auch nur die erste Runde überstand.

"Das ist sehr schade"

Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen war darüber natürlich auch nicht glücklich: "Dieses Ergebnis ist sehr schade", sagte der Münchner, "es liegt aber auch daran, dass wir erstmals seit Jahren keinen gesetzten Spieler mehr hatten."

Da kommt man dann halt in den ersten Runden schon gegen die Topleute, bei einer Setzung ist das erst ab der dritten Runde der Fall.

Breite ja, Spitze nein

Die Enttäuschung von Melbourne ist also die Folge des Abschneidens im letzten Jahr. Keinen einzigen Turniersieger mit deutschem Pass gab es 2010.

Dass 14 Spieler das Hauptfeld erreichten, spricht für die Breite, in der Spitze hapert es.

"Es ist alles unheimlich eng beieinander, da entscheiden Nuancen", sagte Becker, der die Partie gegen den neun Plätze besser im Ranking notierten Dolgopolow erst ab dem dritten Satz ausgeglichen gestalten konnte: "Leider hat er dann im Tiebreak super gespielt, da konnte ich nichts mehr machen."

Barrois chancenlos

Kristina Barrois hatte dagegen überhaupt keine Chance gegen die Top-20-Spielerin Pawljutschenkowa.

"Ich habe leider überhaupt nicht in mein Spiel gefunden und viel zu viele Fehler gemacht. Ich habe völlig verdient verloren." Damit sind drei von fünf Damen nicht mehr dabei.

Der Fokus liegt nun allein auf Julia Görges und Andrea Petkovic, die am Freitag die "Hammermatches" gegen die Superstars Maria Scharapowa (Russland) und Venus Williams (USA) bestreiten.

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