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Rafael Nadal gewann sein 23. Einzel in Folge bei einem Grand-Slam-Turnier © getty

Rafael Nadal gibt gegen Qualifikant Sweeting nur vier Spiele ab. Nun wartet der Local Hero. Del Potro unterliegt Baghdatis.

Von Olaf Mehlhose

München/Melbourne - Der Traum vom "Rafa-Slam" lebt weiter.

Durch einen 6:2, 6:1, 6:1-Sieg gegen den Qualifikanten Ryan Sweeting hat Rafael Nadal die dritte Runde der Australian Open in Melbourne erreicht. (DATENCENTER: Die Australian Open)

Nadal gewann ist nur noch fünf Siege davon entfernt, alle vier großen Turniere nacheinander zu gewinnen.

Ausgeschieden ist hingegen Juan Martin del Potro. Der "Turm von Tandil" unterlag dem Zyprer Marcos Baghdatis mit 1:6, 3:6, 6:4, 3:6. Der 22-Jährige spielte bei weitem noch nicht wieder auf dem Niveau, dass er vor seiner knapp einjährigen Verletzungspause hatte.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Nadal ohne Probleme

Im Spiel gegen Sweeting machte Nadal von Anfang an deutlich, wer Herr im Haus ist.

Der Spanier nahm seinem Konkurrenten gleich das erste Aufschlagsspiel ab und war während des gesamten Matches der klar bessere Spieler auf dem Platz.

Einzig im dritten Satz musste Nadal einmal sein Service abgeben, erlaubte Sweeting danach allerdings keinen Spielgewinn mehr.

Nach einer Stunde und 41 Minuten beendete die Nummer eins die einseitige Partie mit eigenem Aufschlag.

"Solide gespielt"

"Ich habe solide gespielt", sagte Nadal: "Ich habe ein paar Fehler mit der Rückhand gemacht, das war alles. Meinen Aufschlag konnte ich seit dem ersten Spiel um einiges verbessern."

Das ist allerdings auch nötig: In der nächsten Runde wartet mit Bernard Tomic die erste Herausforderung auf den 24-Jährigen.

Bei seinem 7:6, 7:6, 6:3-Sieg über Nadals Landsmann Feliciano Lopez zeigte Tomic, warum er als Australiens große Tennis-Hoffnung gilt.

Auf das Spiel gegen Nadal freut sich der 18-Jährige auf jeden Fall.

"Ich kann nicht glauben, dass ich gegen ihn spiele", sagte Tomic: "Es ist eine unglaubliche Gelegenheit, in der dritten Runde eines Grand Slams auf ihn zu treffen. Für mich wird ein Traum wahr - und ich habe nichts zu verlieren."

Tsonga gegen Becker-Bezwinger

Mit Andy Murray und Robin Söderling hielten sich zwei der großen Favoriten schadlos: Murrays 6:1, 6:3, 6:3-Erfolg war nie gefährdet, der Schwede zeigte beim 6:3, 7:6, 6:1 über Gilles Muller, warum er als Geheimfavorit auf den Titel gehandelt wird.

Ebenfalls unter den letzten 32 befindet sich Petzschner-Bezwinger Jo-Wilfried Tsonga, der den Italiener Andreas Seppi mit 6:3, 7:6, 7:6 ausschaltete.

Sein Gegner in der nächten Runde ist Alexandr Dolgopolow, der mit Benjamin Becker den letzten der deutschen Herren rauswarf.

Die Nummer zehn der Welt musste lange kämpfen: Michail Juschni brauchte drei Stunden und neun Minuten um den Slowenen Blaz Kavcic mit 6:3, 6:1 5:7, 4:6, 6:1 zu besiegen.

Clijsters weiter, Jankovic fliegt

Bei den Damen wurde Kim Clijsters ihrer Favoritenrolle gerecht. Die US-Open-Siegerin hatte beim 6:1, 6:3 über Carla Suarez Navarro keinerlei Probleme.

Für eine Überraschung sorgte Peng Shuai: Die Chinesin warf die ehemalige Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic mit 7:6 (7:3), 6:3 aus dem Turnier.

Ebenfalls eine Runde weiter kamen Shahar Peer mit einem lockeren 6:3, 6:2 über Sorana Cirstea und Flavia Pennetta, die Lourdes Dominguez 6:2, 6:2 besiegte.

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