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Rafael Nadal gewann 2010 die French Open, Wimbledon und die US Open © getty

Der Spanier schaltet den Aussie-Hoffnungsträger aus - und leistet sich danach eine Sprachpanne. Tsonga und Stosur sind raus.

Melbourne - Rafael Nadal hat den Angriff des australischen Teenagers Bernard Tomic abgewehrt und ist damit ohne Satzverlust in das Achtelfinale der Australian Open in Melbourne eingezogen.

Nadal gewann vor 15.000 Zuschauern in 2:30 Stunden mit 6:2, 7:5, 6:3 - und kann weiter davon träumen, als erster Spieler seit Rod Laver 1969 alle vier Grand-Slam-Titel gleichzeitig zu halten.

In der nächsten Runde erwartet den 24-jährigen Nadal gegen den Kroaten Marin Cilic wahrscheinlich eine schwierigere Aufgabe als gegen den 18-jährigen Tomic - gegen den Nadal etwas Mühe hatte.

"Ich muss besser spielen, um ins Viertelfinale zu kommen", bemerkte der Weltranglisten-Erste hinterher selbstkritisch in Richtung der Zuschauer: "Von der Grundlinie kam nicht genug, um ihn zu zerstören ('to destroy him')." (DATENCENTER: Die Australian Open)

Cilic wirft Isner raus

Als die wegen der etwas merkwürdigen Wortwahl zu lachen begannen, entschuldigte sich Nadal sogleich: "Tut mir leid. Ich kenne bein besseres englisches Wort." (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Tomic gilt in seinem Heimatland als "Wonderboy" und größter Hoffnungsträger und hat mit seinem Vorstoß in die dritte Runde bereits große Euphorie ausgelöst.

Der letztjährige Halbfinalist Cilic setzte sich in einem Duell zweier starker Aufschläger in fünf Sätzen gegen den Amerikaner John Isner durch.

Raonic gelingt großer Coup

Die bisher größte Überraschung des Turniers gelang dem weitgehend unbekannten kanadischen Qualifikanten Milos Raonic.

Der 20-Jährige schaltete den an zehn gesetzten Russen Michail Juschni mit 6:4, 7:5, 4:6, 6:4 aus.

Der gebürtige Bosnier dringt damit erstmals in seiner Karriere in die Top 100 der Weltrangliste vor, derzeit wird er auf 152 geführt. Sein nächster Gegner ist der Spanier David Ferrer.

Tsonga ist draußen

Vorjahresfinalist Andy Murray trifft im Achtelfinale auf den Österreicher Jürgen Melzer.

Der an vier gesetzte Robin Söderling aus Schweden bekommt es mit dem Ukrainer Alexander Dolgopolow zu tun, der nach Benjamin Becker in der zweiten Runde auch Jo-Wilfried Tsonga - den französischen Finalisten von 2008 - in fünf Sätzen ausschaltete.

Aus für Stosur

Bei den Frauen schied die australische Mitfavoritin Samantha Stosur zur Enttäuschung der einheimischen Zuschauer bereits in der dritten Runde aus.

Die French-Open-Finalistin unterlag der Tschechin Petra Kvitova 7:6 (7:5), 6:3.

Mitfavoritin Kim Clijsters verteilte keine sportlichen Geschenke an Geburtstagskind Alize Cornet aus Frankreich. Die Belgierin zog durch einen 7:6 (7:5), 6:3-Sieg gegen die nun 21-Jährige in die vierte Runde ein.

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