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Andrea Petkovic gewann ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour 2009 in Bad Gastein © getty

Andrea Petkovic spricht über Maria Scharapowa, ihre Viertelfinal-Gegnerin und, warum sie sich bei Julia Görges entschuldigen muss.

Melbourne - Andrea Petkovic ist teurer geworden. 3,99 Euro kostete am Tag nach ihrem Einzug ins Viertelfinale der Australian Open in Melbourne beim Internet-Auktionshaus ebay ihr Autogramm.

Das sind 100 Prozent mehr als vor dem bislang größten Erfolg ihrer Karriere. "Für nur zwei Euro war ich im Angebot", empörte sich die 23-Jährige scherzhaft, "da kann man mal sehen, was ich wert bin."

Nach dem überraschenden und stark herausgespielten Sieg gegen die prominente Maria Scharapowa (Die Highlights im Video) standen am Montag beim Petkovic-Training vor der Partie gegen die Chinesin Li Na (Di., ab 1 Uhr LIVESCORES) fast mehr Zuschauer rund um Platz vier als bei ihrem Erstrundenmatch in der vergangenen Woche.

Im Interview spricht Andrea Petkovic über Maria Scharapowa, ihre Viertelfinal-Gegnerin und, warum sie sich bei Julia Görges entschuldigen muss. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Frage: Frau Petkovic, Sie haben durch den Sieg gegen Maria Scharapowa ersmals das Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht. Ist das der beste Sieg Ihrer Karriere? 338175(DIASHOW: Die erste Woche der Australian Open)

Andrea Petkovic: Das würde ich nicht sagen. Es war sicherlich ein sehr guter. Ich habe auch vorher schon gute Matches gespielt, wenn auch nicht auf so einer großen Bühne.

Frage: Aber es war der wichtigste Sieg? (DATENCENTER: Die Australian Open)

Petkovic: Ich tue mich immer schwer, von wichtigster und bester Sieg und Ähnlichem zu sprechen. Es soll ja nicht bei einmal Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier bleiben. Ich will ja noch mehr wichtige Siege feiern.

Frage: Beschreiben Sie doch bitte mal Ihre Gefühle nach dem verwandelten Matchball?

Petkovic: Ich bin wirklich sehr glücklich. Ich kann nicht mit Worten beschreiben, welche Last von mir abgefallen ist. Dennoch muss ich jetzt alle Kräfte zusammenreißen, um im Viertelfinale wieder ein gutes Match hinzulegen.

Frage: Dann heißt Ihre Gegnerin Li Na aus China. Nachdem Sie nacheinander Venus Williams und Maria Scharapowa ausgeschaltet haben, wird mancher denken, das sei kein Problem...

Petkovic: Die Tennisfans wissen schon, dass das eine ganz schwere Aufgabe wird. Li ist in diesem Jahr noch ungeschlagen, sie hat das Turnier in Sydney gewonnen und dabei im Finale Kim Clijsters besiegt, und sie war hier in Melbourne im letzten Jahr im Halbfinale. Aber wenn ich gut spiele, werde ich Chancen bekommen. Mein Job ist, die dann zu nutzen.

Frage: Vor dem Match gegen Scharapowa haben Sie gescherzt, Sie seien sauer auf Julia Görges, weil die mit ihrem Spiel Scharapowa erst richtig ins Turnier gebracht habe...

Petkovic: Ich muss mich wohl bei Jule entschuldigen und bedanken, dass sie sie an den Rand einer Niederlage gebracht hat. Tatsächlich habe ich in dem ersten Satz gesehen, wie ich gegen Maria spielen muss. Ich muss die Führung haben, die Initiative übernehmen, sie unter Druck setzen. Das hat gut geklappt.

Frage: Maria Scharapowa hat gesagt, sie habe nicht ihren besten Tag gehabt...

Petkovic: Das ist sicher richtig. Man hat gegen Ende des Spiels aber gesehen, was für ein großer Champion sie ist. Ich bin sehr froh, dass ich durchgekommen bin. Aber es heißt ja auch, man spielt immer nur so gut, wie der Gegner es zulässt.

Frage: Was ist der Grund für Ihre Verbesserung im letzten Jahr?

Petkovic: Sicherlich meine Fitness. Ich war schon immer eine der fittesten Spielerinnen, jetzt denke ich, habe ich meine Grenze erreicht. Ich bewege mich viel besser auf dem Platz und spiele eine Menge Bälle zurück. Es ist hart für die Mädels, gegen mich den Punkt zu beenden. Durch die Fitness bin ich mental viel stärker geworden. Ich glaube an mich. Ich habe großes Selbstvertrauen und glaube an meinen Körper. Das ist der Schlüssel für mein Spiel.

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